Erleichterungen für Berufs- und Tagespendler

Stuttgart/Berlin (fk) – Die Einreise nach Frankreich ist durch die Herabstufung vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet einfacher geworden. Das BT liefert einen Regelüberblick.

Die Grenze zu Frankreich an der Wintersdorfer Brücke. Foto: Frank Vetter/BT/Archiv

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Die Grenze zu Frankreich an der Wintersdorfer Brücke. Foto: Frank Vetter/BT/Archiv

In der Nacht von Freitag auf Samstag hat das Robert-Koch-Institut Frankreich vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft. Damit sind einige Lockerungen verbunden, vor allem für Berufspendler. Doch welche Regeln gelten jetzt genau? Ein Überblick:

Pendler: Für die sogenannten Grenzgänger – also beispielsweise Berufspendler – gilt keine Testpflicht mehr. Allerdings, so schreibt das Auswärtige Amt im Bürokratendeutsch, ist das „Vorliegen eines Ausnahmetatbestandes (...) mit geeigneten Dokumenten nachzuweisen“. Berufspendler brauchen demnach also eine entsprechende Bescheinigung vom Arbeitgeber. Zudem entfällt die Testpflicht auch für sogenannte Tagespendler – bei einem Aufenthalt von weniger als 24 Stunden, der weniger als als 30 Kilometer vom eigenen Wohnort entfernt ist.

Urlaub: Bei einer Urlaubsrückkehr aus Frankreich kann, wie das Baden-Württembergische Sozialministerium auf BT-Nachfrage klar macht, „künftig die grundsätzliche zehntägige Quarantäne komplett vermieden werden, wenn ein Genesenennachweis, ein Impfnachweis oder ein negativer Testnachweis über das Einreiseportal“ (einreiseanmeldung.de) übermittelt wird. Der Corona-Test darf höchstens 72 Stunden vor Reisebeginn vorgenommen worden sein.

Durchreise: Die Durchreise aus EU- und Schengen-Staaten ist laut Auswärtigem Amt möglich, innerhalb Frankreichs bedürfen Durchreisende zwischen 21 und 6 Uhr allerdings eines triftigen Ausnahmegrundes für die Ausnahme von der geltenden Ausgangssperre (Einzelheiten siehe Punkt Beschränkungen im Land). Transitreisende im Flugverkehr sollten demnach ihre Anschlussreisemöglichkeit nachweisen können. EU-Bürger dürfen zur Durchreise an ihren in der EU gelegenen Wohnsitz im Transit auch aus Drittstaaten durch Frankreich reisen. Auch bei der Durchreise gelten aber die bereits genannten Regeln für die Einreise.

Flugreise: Unabhängig von allen Änderungen gilt: Es besteht eine generelle Testnachweispflicht für Einreisende im Luftverkehr. Personen, die mit dem Flugzeug einreisen, müssen grundsätzlich vor dem Abflug dem Beförderer ein negatives Testergebnis vorlegen.

Beschränkungen im Land: Es gilt in Frankreich landesweit eine Ausgangssperre von 21 bis 6 Uhr. Gastronomiebetriebe können dem Auswärtigen Amt zufolge im Außenbereich genauso wie Museen, Konzertsäle, Sporthallen, Vergnügungsparks, Freibäder und Sportstadien mit Einschränkungen wieder öffnen.

Landesweit besteht den Behörden zufolge allerdings für alle Personen ab elf Jahren eine Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in allen öffentlich zugänglichen, geschlossenen Räumen sowie in allen öffentlichen Verkehrsmitteln. In den meisten französischen Städten gehen die örtlichen Behörden zudem dazu über, die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch auf öffentliche Plätze zu erweitern. In Straßburg gilt beispielsweise Maskenpflicht im gesamten Stadtgebiet.


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