Erneut Blechlawine im Schwarzwald

Schwarzwaldhochstraße (sga/dm/bema) – Die Parkplätze auf den Höhen sind auch am Dreikönigstag am Morgen überlaufen gewesen. Die Polizei reagierte mit verstärkter Streife und Straßensperrungen.

Wer falsch parkt, wird abgeschleppt: Insgesamt vier Abschleppdienste haben die Straßen von Autos befreit. Foto: Bernhard Margull

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Wer falsch parkt, wird abgeschleppt: Insgesamt vier Abschleppdienste haben die Straßen von Autos befreit. Foto: Bernhard Margull

Stoßstange an Stoßstange drückten sich auch am Mittwoch wieder die Autos hinauf zu Mummelsee, Hundseck und Co., bereits in den Morgenstunden waren sämtliche Parkplätze besetzt. Und das, obwohl die Behörden seit Tagen an die Vernunft der Bürger appelliert hatten. Insgesamt zehn Zufahrtsstraßen zur Schwarzwaldhochstraße wurden von Polizei und Feuerwehr bis gegen 15.30 Uhr für den Ausflugsverkehr gesperrt.
Wie auch in den vergangenen Wochen zog es die Ausflügler für einen winterlichen Spaziergang oder zum Rodeln vor allem an Mummelsee, Kaltenbronn und Hundseck. Am Morgen des Dreikönigfeiertags sprach ein Polizeisprecher noch von einem vergleichsweise „moderaten Zugangsverkehr“ in den Höhengebieten des Nordschwarzwalds.

Keine Parpkplätze mehr frei

Doch von Entspannung konnte kaum die Rede sein. Zu 80 bis 100 Prozent, so die Einsatzleitung, seien die Parkplätze bereits in den Morgenstunden belegt gewesen. Am Ruhestein waren laut Verkehrsmeldungen schon um 9.20 Uhr keine freien Stellplätze mehr vorhanden. Nur wenige Zeit später führte die enorme Menge an Autos auch im Bereich zwischen Oberem Plättig und Kniebis-Alexanderschanze zu massiven Verkehrsstörungen.

Um für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu sorgen, ist die Polizei von 11 bis 15 Uhr verstärkt unterwegs gewesen. Foto: Bernhard Margull

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Um für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu sorgen, ist die Polizei von 11 bis 15 Uhr verstärkt unterwegs gewesen. Foto: Bernhard Margull

Aufgrund der zu hohen Verkehrsbelastung fuhr die Polizei von 11 bis 15 Uhr verstärkt Streife, parallel wurden die Zufahrten zur B500 gesperrt. Betroffen waren auch die Omerskopfstraße sowie die Sandstraße (L 83). Falschparker wurden, so der Polizeisprecher weiter, „entlang ausgewiesener Halteverbotszonen“ abgeschleppt. Insgesamt waren vier Abschleppunternehmen im Einsatz, die laut Bilanzmitteilung der Polizei vier Autos teilweise auf freie Plätze umsetzten. Andere Fahrzeuge wurden am Friedhof Bühlertal „zwischengelagert“ und konnten von ihren Besitzern abgeholt werden. Zudem verteilten die Beamten eine Vielzahl an gebührenpflichtigen Verwarnungen für Falschparker. Ziel sei es, so die Polizei und Behörden in einer Mitteilung, im Sinne der Gefahrenabwehr in erster Linie Rettungswege freizuhalten sowie ein Durchkommen für die Winterdienstfahrzeuge zu ermöglichen. Durch die verstärkte Präsenz von Einsatzkräften werde versucht, die Situation zu regeln.

Rund 1.500 Verstöße zwischen Feiertagen

Bereits über den Jahreswechsel hat das starke Personen- und Verkehrsaufkommen zu teilweise erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Zwischen dem 30. Dezember und dem 3. Januar wurden laut Mitteilung des Polizeipräsidiums Offenburg rund 1500 Verstöße geahndet, darunter überwiegend Falschparker. Deshalb hatten sich am Dienstagnachmittag Vertreter der betroffenen Behörden, Kommunen und Polizei an einen Tisch gesetzt, um die Einsatzmaßnahmen für den gestrigen Feiertag, aber auch für das kommende Wochenende, abzustimmen. Im Konsens und in enger Abstimmung aller Beteiligten seien dabei Verkehrspunkte festgelegt worden, die bei Bedarf und Auslastung der vorhandenen Parkmöglichkeiten gesperrt werden sollen.

Erste Wirkung zeigten die Maßnahmen am Mittwochmittag: Aufgrund der Straßensperrungen und erhöhten Präsenz der Einsatzkräfte entspannte sich die Verkehrslage zwischen 13 und 14.30 Uhr wieder etwas. Zwar ziehe es die Menschen immer noch hinauf in den Schnee, so der Polizeisprecher. „Es ist aber trotzdem ein Rückfluss des Verkehrs zu erkennen. Mancherorts haben wir die Straßensperrungen auch wieder aufgehoben.“ Positiv hervorzuheben sei, dass der Winterdienst weitestgehend problemlos die Straßen befahren konnte und es, Stand Mittwochmittag, aufgrund der Verkehrsbelastung zu keinem großen Unfall kam.

Neben den Verkehrsverstößen stellten die Beamten laut Mitteilung auch mehrere Vergehen gegen die Corona-Verordnung fest. Sie würden mit Anzeigen geahndet, hieß es.

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Erstellt:
6. Januar 2021, 19:00 Uhr
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