Erst mal keine Busspur auf der B500 in Baden-Baden

Baden-Baden (nof) – Auf der B500 wird es vorerst nicht die angedachte Busspur geben. Der „Workshop Mobilität“ des Gemeinderats ist verschoben worden.

Die Fahrbahn, auf der die Linie 243 hier stadteinwärts unterwegs ist, sollte zur Busspur werden. Ob und wann dieses Konzept umgesetzt wird, ist aber unklar. Foto: Nico Fricke/Archiv

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Die Fahrbahn, auf der die Linie 243 hier stadteinwärts unterwegs ist, sollte zur Busspur werden. Ob und wann dieses Konzept umgesetzt wird, ist aber unklar. Foto: Nico Fricke/Archiv

Im Sommer hatte die Idee einer Busspur auf der B500 und der Einführung eines Expressbusses vom Bahnhof in die Innenstadt die Gemüter erregt. Die Sonderspur hätte Mitte November – rechtzeitig vor Beginn des Christkindelsmarkts – probeweise installiert werden sollen mit dem Ziel, den ÖPNV zu stärken und den Individualverkehr zu reduzieren. Doch dazu kommt es nun nicht.

Ein für Herbst vorgesehener „Workshop Mobilität“ des Gemeinderats, auf dem diese Thematik noch einmal detailliert hätte besprochen werden sollen, war zwar terminiert, kam aber nicht zustande, sagt Stadtpressesprecher Roland Seiter: Die Einladung sei wohl zu kurzfristig erfolgt. Nun suche man nach einem neuen Termin. Der werde vermutlich im ersten Quartal 2022 liegen, so Seiter. Bei dem Workshop sollen neben der Busspur noch zahlreiche weitere Fragen rund ums Thema Mobilität behandelt werden.

Die Busspur-Idee war nach ihrer Präsentation im Sommer im Bauausschuss mit sehr knapper Mehrheit abgelehnt worden. Vor allem Überlegungen, wie denn mehr Menschen davon überzeugt werden können, vom Auto auf den Bus umzusteigen, fehlten den Zweiflern. Zugleich wurden lange Rückstaus befürchtet. Weil sich auch im Gemeinderat eine Ablehnung des Verkehrsexperiments auf dem Zubringer anbahnte, hatte Oberbürgermeisterin Margret Mergen die Entscheidung über die Einführung einer Busspur noch einmal in den Herbst vertagt, um offene Fragen klären zu lassen. Doch dazu ist es nun nicht gekommen.

„Nicht viele Alternativen zu diesem Konzept“

„Es wäre schade, wenn wir dieses Projekt jetzt einfach ad acta legen würden“, sagte die OB im Sommer im Gemeinderat: „Wir haben aufgrund der topografischen Lage nicht viele Alternativen zu diesem Konzept.“ Dieses sah vor, ab Mitte November auf dem Zubringer von der Feuerwache bis kurz vor dem Ebertplatz die rechte Fahrspur für den ÖPNV abzutrennen. Ein Expressbus sollte vom Bahnhof über die Schwarzwaldstraße, B500 und den Michaelstunnel ins Zentrum fahren.

Dieser Bus hätte dann laut Planern im Falle von Rückstaus auf dem Zubringer, wie sie zu Zeiten des Weihnachtsmarkts und kulturellen Veranstaltungen in der Innenstadt häufig der Fall sind, klare zeitliche Vorteile gegenüber dem Individualverkehr gehabt.

Ihr Autor

BT-Redakteur Nico Fricke

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Erstellt:
11. November 2021, 10:40 Uhr
Lesedauer:
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