Erste afghanische Ortskräfte im Landkreis Rastatt angekommen

Rastatt (sl) – 26 ehemalige Ortskräfte, die im Zuge der Afghanistankrise ihr Heimatland verlassen mussten, sind im Landkreis Rastatt untergekommen. 33 weitere werden in den nächsten Tagen erwartet.

Geflüchtete sitzen in einem Airbus A400M der Bundeswehr. Auch Kommunen im Landkreis Rastatt nehmen Ortskräfte und ihre Familien auf. picture alliance/dpa/Bundeswehr

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Geflüchtete sitzen in einem Airbus A400M der Bundeswehr. Auch Kommunen im Landkreis Rastatt nehmen Ortskräfte und ihre Familien auf. picture alliance/dpa/Bundeswehr

26 im Zuge der Afghanistankrise geflohene ehemalige Ortskräfte sind bereits im Landkreis Rastatt untergebracht. Elf davon sind in Rastatt untergekommen und jeweils fünf in Gaggenau, Bietigheim und Bühl, berichtet Landkreis-Pressesprecher Michael Janke auf BT-Nachfrage. 33 weitere Afghanen seien dem Landkreis durch das Regierungspräsidium Karlsruhe zugewiesen. Sie würden in den kommenden Tagen erwartet und den Kommunen zugeteilt.

Anders als andere Flüchtlinge, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist, kommen die ehemaligen Ortskräfte nicht in Gemeinschaftsunterkünften unter, sondern direkt in den kommunalen Anschlussunterbringungen. In der Regel handele es sich hierbei um höherwertige Unterbringungen als die Gemeinschaftsunterkünfte, so Michael Janke weiter.

Stadt Rastatt will vier Familien aufnehmen

In Rastatt wurden zwei Familien mit jeweils vier Kindern im Rahmen der Anschlussunterbringung aufgenommen, informiert die Pressestelle der Stadt Rastatt. Sie haben damit nicht den Status eines Asylbewerbers, sondern gleich eine Aufenthaltserlaubnis. Bereits im Juli sei mit dem Landkreis vereinbart worden, dass die Stadt Rastatt vier Familien aufnehmen wird. Wann die beiden weiteren Familien kommen, weiß man im Rathaus noch nicht. Auch nicht, ob noch weitere afghanische Ortskräfte der Stadt zugeteilt werden.

Wie auch bei anderen Flüchtlingen in einer Anschlussunterbringung erhält die Stadt Rastatt eine Verwaltungspauschale pro übermittelter Person vom Landkreis. Da die Familien sich nicht im Asylverfahren befinden, erhalten sie keine Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz vom Sozialamt des Landkreises, sondern sie können beim Jobcenter Leistungen beantragen, so die Stadtverwaltung. Um die soziale Betreuung der Ortskräfte kümmern sich die Integrationsmanager des Landkreises.

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BT-Redakteur Sebastian Linkenheil

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Erstellt:
24. August 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

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