Erweiterung der Grundschule Cité eingeweiht

Baden-Baden (nof) – „Schiff für spannende Entdeckungsreisen“: Der Erweiterungsbau der Grundschule Cité wurde eingeweiht. Ab sofort gibt es endlich mehr Fläche und Ganztagsplätze.

Das Rund des Schulanbaus (links) korrespondiert mit dem Turm des benachbarten Kinder- und Familienzentrums. Foto: Nico Fricke

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Das Rund des Schulanbaus (links) korrespondiert mit dem Turm des benachbarten Kinder- und Familienzentrums. Foto: Nico Fricke

Die Cité, der jüngste Baden-Badener Stadtteil, wächst und gedeiht, wie OB Margret Mergen zufrieden feststellte. Doch der Zuzug junger Familien machte sich auch in der dortigen Grundschule bemerkbar, die zuletzt vor allem im Ganztagsbetreuungsbereich nicht mehr genügend Platz bot.

Seit Beginn des Schuljahrs können sich Kinder und Lehrer über einen Anbau freuen, der am Donnerstag mit einem kleinen Festakt seiner Bestimmung übergeben worden ist.

Dass Schüler und Lehrer dort auch ein „Zuhause“ finden, wünschte die Oberbürgermeisterin den Nutzern der nun erweiterten Schule. Voll des Lobes war sie für die Planer. „Der Anbau wirkt wie aus einem Guss. Man sieht nicht, dass er erst in einem zweiten Schritt entstanden ist.“ Tatsächlich sei die erst zwölf Jahre alte Grundschule bei ihrem Bau zu klein dimensioniert gewesen. Nun kamen 270 Quadratmeter hinzu. Das sei nicht viel an Fläche, gebe der Schule aber neuen Gestaltungsraum mit vergrößerten Klassenzimmern, Schulbibliothek, Verlagerung der Verwaltung und Erweiterung der Mensa, so die OB. 1,5 Millionen Euro hat die Stadt in Um- und Anbau investiert, betonte Mergen. Erwartet werde noch ein Landeszuschuss in Höhe von 145.000 Euro.

Schulleiterin Christine Knox (rechts) und Schülervertreter aus allen vier Klassenstufen nehmen den symbolischen Schlüssel in Empfang. Foto: Nico Fricke

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Schulleiterin Christine Knox (rechts) und Schülervertreter aus allen vier Klassenstufen nehmen den symbolischen Schlüssel in Empfang. Foto: Nico Fricke

Die halbrunde Form habe die Schüler während der Bauzeit immer an ein Schiff erinnert, fassten Thorsten Speer, Projektleiter der Big Facilitymanagement GmbH, und Architekt Michael Haberkern die zurückliegenden eineinhalb Jahre zusammen. Die Schule möge ihnen somit „ein sicherer Hafen“ sein. Der Umbau im laufenden Betrieb sei eine Herausforderung gewesen, so Haberkern: „Doch die Zeitschiene konnte eingehalten werden und die Zusammenarbeit mit den Handwerkern aus der Region hat sehr gut funktioniert.“ Nun stehe ein „Schiff für spannende Entdeckungsreisen“ zur Verfügung, sagte Speer.

Virtuelle Tour durchs Schulhaus

Und auf diese Reise werden sich künftig wohl mehr Schüler begeben können. 150 Erst- bis Viertklässler besuchen die zweizügige Einrichtung derzeit, sagte Schulleiterin Christine Knox, 100 davon seien im Ganztagsbetrieb. „Und das wird weiter zunehmen.“ Vor der Erweiterung habe sie Schüler mit Interesse am Ganztagsbereich abweisen müssen.

„Wir geben unser Bestes und bekommen Hilfe“, zitierte Knox aus dem Leitbild der Schule und dankte für die große Investition: „Unsere Bedürfnisse und Ideen wurden gehört.“ Sie lobte Kollegium und Elternschaft für die Unterstützung. Im Mittelpunkt standen am Donnerstag aber natürlich auch die Schüler, die den Festakt mit musikalisch-rhythmischen Beiträgen untermalt haben. Moderiert wurde die Veranstaltung von Viertklässler Luca Setzen, der stellvertretend für seine Mitschüler die passenden Worte fand: „Danke, dass Sie uns so eine schöne Schule bereitgestellt haben.“

Und weil coronabedingt auf einen Rundgang durch die Schule verzichtet werden musste, haben die Schüler die Gäste kurzerhand auf eine virtuelle Tour in Form eines selbstgedrehten Videos mitgenommen. In die Bibliothek, die umgestalteten Klassenräume, das Büro der Rektorin und auch ins Lehrerzimmer durften die Zuschauer spicken und sich einen Eindruck von der Schulerweiterung verschaffen, die von den Pfarrern Arno Knebel und Michael Zimmer gesegnet wurde.

Die Planung der Erweiterung oblag der „Big Facilitymanagement GmbH“. Die Grundschule Cité war einst als „Public-Private-Partnership“-Projekt von der Big-Bechtold-Gruppe Karlsruhe errichtet und für 20 Jahre an die Stadt vermietet worden. Die Projektleitung lag bei der Gesellschaft für Stadtentwicklung (GSE).

Ihr Autor

BT-Redakteur Nico Fricke

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Erstellt:
8. Oktober 2021, 06:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 37sec

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