Es tut sich was im „Grenzgebiet“

Gaggenau/Kuppenheim (BT) – Der Gaggenauer Arbeitskreis Tourismus-Freizeit (AKTF) nimmt die Nachbarstadt Kuppenheim in den Blick. Erste Gespräche gab es bereits.

Wegen der Gefahr durch stürzende Äste hat die Forstverwaltung die Sitzflächen dieser Bank am Schanzenberg deaktiviert. Doch findige Spaziergänger wissen, wie sie trotzdem die schöne Aussicht ins Murgtal genießen können. Foto: Günter Wagner

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Wegen der Gefahr durch stürzende Äste hat die Forstverwaltung die Sitzflächen dieser Bank am Schanzenberg deaktiviert. Doch findige Spaziergänger wissen, wie sie trotzdem die schöne Aussicht ins Murgtal genießen können. Foto: Günter Wagner

Es sind nicht die ganz großen Projekte, mit denen sich der Gaggenauer Arbeitskreis Tourismus-Freizeit (AKTF) in der Regel befasst. Umso größer ist aber die Hartnäckigkeit, mit der diese Vorhaben verfolgt werden. Nun rückt auch die Nachbarstadt Kuppenheim ins Blickfeld der Gruppe. Schließlich liegen einige touristische Angebote, auf die man in Gaggenau stolz ist oder künftig stolz sein will, auf Kuppenheimer Gemarkung.

Am und entlang des Badwalds von Bad Rotenfels verläuft die Gemarkungsgrenze zwischen den beiden Städten. Und so kommt es, dass nicht nur das Gaggenauer Unimog-Museum zumindest teilweise auf Grund und Boden der Knöpflestadt liegt.

Im Grenzbereich ist auch der Weg vom „Römischen Haus“ hoch zum Schanzenberg. Dort würde der AKTF gerne eine Schutz- und Wanderhütte erstellt wissen. Doch ohne Einvernehmen aus Kuppenheim würde diese nicht gebaut werden können. Zu einem ersten Gespräch weilte nun der AKTF bei Kuppenheims Bürgermeister Karsten Mußler. Zwar habe die Hütte dessen Unterstützung, doch muss auch das Placet der Forstverwaltung eingeholt werden.

Vereinbarung zu Pflege von Wegen wird ausgeweitet

Die Historie im Umfeld von Schloss Rotenfels, sie ist Thema der Markgraf-Wilhelm-Wege. Um diese kümmert sich der AKTF ebenfalls. Die Leistungsvereinbarung zu Erhalt und Pflege dieser Wege mit der Stadt Gaggenau soll künftig auch für die Kuppenheimer Gemarkung gelten.

Auf Gebiet der Großen Kreisstadt liegt der „Zick-Zack-Weg“ vom Kneippbecken im Kurpark hoch den Steilhang hinauf zum Schanzenberg. Der AKTF wünscht, dass der Weg für Mountainbiker gesperrt wird. Denn das große Gefälle und enge Kurven erfordern viele Bremsmanöver. Dadurch werde der Weg ständig aufgerissen; dies begünstigt weitere Erosion. Harald Wolf, Betreuer der in diesem Bereich verlaufenden Murgleiter, hat erst vor einem Jahr mit Unterstützung durch Sandra Wolf und Alex Sebelja den Weg saniert. Dabei wurden die stark erodierten Bereiche mit Holzstangen und Eisensprießen gesichert und mit Erde aufgefüllt.

Pläne für Viertälerrundweg

Mit Gaggenaus Bürgermeister Michael Pfeiffer führte der AKTF ein Gespräch über einen „Viertälerrundweg“ in Bad Rotenfels. Start und Ziel soll das Schulzentrum in Bad Rotenfels werden. Ein Projektteam unter Leitung von Lars Leier will den Weg als Familientour gestalten.

„Der Heimatverein Bad Rotenfels mit seinem Vorsitzenden Alexander Fitterer begrüßt die Idee und steht mit fachlicher Unterstützung zur Verfügung“, freut sich der AKTF. Auch die Realschule in ihrer Eigenschaft als Naturparkschule solle eingebunden werden.

Als beliebte Touren haben sich Bürgerwanderungen etabliert. Die fünfte ihrer Art von Schloss Rotenfels über den Chaisenweg nach Baden-Baden ist für Sonntag, 12. September, geplant. Erstmals soll zum Neuen Schloss gewandert werden. Oberbürgermeisterin Margret Mergen werde die Wanderer dort begrüßen. Der Abschluss ist bei der Waldschänke am Hungerberg vorgesehen.

Darüber hinaus plant der AKTF weitere Touren, zum Beispiel eine geführte historische Radtour in der Gesamtstadt. Demnächst soll eine Führung auf dem geschichtsträchtigen Amalienberg angeboten werden. Ein neues Projekt ,,Gaggenauer Geschichten“ in der Innenstadt und im Kurpark könnte ebenfalls realisiert werden – sobald Corona das zulässt.

Einen Rückzieher muss der AKTF hingegen bei der angestrebten Umbenennung des Girrbachweihers in Elisabethenweiher machen. Zusammen mit „Römischem Haus“ und dem hölzernen „Schießturm“ bildet er ein beliebtes Ziel für Spaziergänge. Doch der historisch überlieferte Namen soll beibehalten werden. Als Angelteich hat der Angelsportverein Bischweier den Weiher gepachtet.

www.aktf-gaggenau.de


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