Eskalation der Gewalt an Käppeleshütte

Loffenau (stj) – Nach der blutigen Auseinandersetzung an der Käppeleshütte sind Haftbefehle wegen gemeinschaftlichen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung erlassen worden.

Für private Festlichkeiten oder gesellige Treffen kann die Käppeleshütte mit Außengrillplatz angemietet werden. Nach der folgenschweren Auseinandersetzung in der Nacht auf Sonntag hat die Polizei die Eingangstür mit einem Siegel versehen. Foto: Juch

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Für private Festlichkeiten oder gesellige Treffen kann die Käppeleshütte mit Außengrillplatz angemietet werden. Nach der folgenschweren Auseinandersetzung in der Nacht auf Sonntag hat die Polizei die Eingangstür mit einem Siegel versehen. Foto: Juch

Nach der brutalen Attacke auf eine Gruppe junger Männer an der Käppeleshütte zeigt sich Bürgermeister Markus Burger „sehr schockiert“. Unter den Feiernden, die die beliebte Hütte mit Außengrillplatz „ganz normal von der Gemeinde angemietet“ hatten, seien auf jeden Fall auch Loffenauer gewesen, berichtet der Schultes im BT-Gespräch.

Im Dorf sei der Vorfall natürlich Gesprächsthema Nummer eins, so Burger. Mehr als im Polizeibericht zu lesen war, wisse er allerdings von offizieller Seite bislang nicht; in der Gemeinde hätten sich derweil schnell mehrere Gerüchte verbreitet.

Fakt ist, dass in der Nacht auf Sonntag gegen 4.15 Uhr sechs vermummte Personen an der Käppeleshütte aufgetaucht sind und es zu einer Eskalation der Gewalt kam. In deren Folge haben zwei Männer im Alter von 20 und 21 Jahren schwere Verletzungen davon getragen (wir berichteten). Nach BT-Informationen wurde mindestens auf einen von ihnen mehrfach mit dem Messer eingestochen, auch Schlagwerkzeuge sollen bei der Auseinandersetzung zum Einsatz gekommen sein.

Burger wollte gestern erfahren haben, dass die Schwerverletzten, die nach der brutalen Attacke in Kliniken eingeliefert werden mussten, „über den Berg“ (also außer Lebensgefahr) seien. Er wünsche allen Opfern schnellste Genesung.

Auch sechster Tatverdächtiger gefasst

Die fünf Beschuldigten im Alter zwischen 18 und 19 Jahren, die nach intensiver Fahndung und einer offenbar wilden Verfolgungsjagd durch das Albtal bis nach Ettlingen gefasst werden konnten, sind am Montag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Baden-Baden einem Haftrichter vorgeführt worden. Dieser erließ antragsgemäß Haftbefehle wegen gemeinschaftlichen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung gegen alle Beteiligten. Die Heranwachsenden wurden im Anschluss in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen der Beamten des Kriminalkommissariats Rastatt wurde im Verlauf des Montagmorgens ein möglicher sechster Tatbeteiligter ermittelt. Auch bei ihm werde die Haftfrage geprüft, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Offenburg und der Staatsanwaltschaft Baden-Baden von gestern Nachmittag.

Warum es zu dem Gewaltausbruch kam, ist noch unklar. Offenbar hatte es zwischen den beiden Gruppen bereits einige Stunden zuvor eine Auseinandersetzung gegeben, die schließlich an der Käppeleshütte mit blutigem Ausgang eskalierte. Die Hütte, die für private Festlichkeiten oder gesellige Treffen von der Gemeinde Loffenau angemietet werden kann, sei in den Sommermonaten gut ausgelastet, sagt der Bürgermeister.


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