Europahalle: Karlsruhe hofft auf Bundesförderung

Karlsruhe (win) – Der Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Bundes sieht gute Chancen für Zuschüsse zur Sanierung der Europahalle. Die soll im Mai 2021 beginnen.

Die Sanierung der Karlsruher Europahalle soll im Mai kommenden Jahres beginnen. Foto: Winfried Heck

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Die Sanierung der Karlsruher Europahalle soll im Mai kommenden Jahres beginnen. Foto: Winfried Heck

Die Sanierung der Karlsruher Europahalle soll im Mai kommenden Jahres endlich beginnen, die ersten Arbeiten werden demnächst ausgeschrieben. Das verkündete die Leiterin des Karlsruher Amts für Hochbau im Rahmen eines Pressegesprächs in der Europahalle.

Grund für den kurzfristig anberaumten Termin war der Besuch des Bundestagsabgeordneten Martin Gerster (SPD), der seit wenigen Monaten stellvertretender Vorsitzender des Haushaltsausschusses im Bundestag ist und der sich in dieser Funktion selbst ein Bild vom Vorhaben machen wollte.

Stadt versucht schon seit Jahren, Zuschüsse zu bekommen

Wie Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) erläuterte, versuche die Stadt schon seit Jahren für die Sanierung der Europahalle – wie auch für den Umbau des Prinz Max Palais – Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt zu bekommen. Die entsprechenden Anträge seien längst eingereicht. Inzwischen hat nun der Bund die Neuauflage eines Programms zur kommunalen Sportförderung beschlossen, das im Zeichen der Corona-Krise mit 600 Millionen Euro ausgestattet wurde. „Wir haben erkannt, dass Investitionen derzeit sehr wichtig sind“, erklärte Gerster, deshalb sollen die Fördergelder auch nur in Projekte fließen, die zeitnah umgesetzt werden könnten. Die Maximalförderung für Einzelprojekte liege bei drei Millionen Euro. Allerdings seien die Fördergelder des Bundes stets stark nachgefragt, bei der letzten Auflage der kommunalen Sportförderung seien acht Mal so viele Anträge eingegangen, wie letztlich bedient werden konnten. Dem Karlsruher Projekt räumt er dennoch gute Chancen ein, womöglich schon im September eine Förderzusage zu bekommen, denn die Planungen seien weit gediehen, zudem habe die Europahalle eine überregionale Bedeutung.

Elisabeth-Selbert-Halle als Ausweichquartier

Als wichtiges Argument für die Bundesförderung gilt übrigens insbesondere das Internationale Hallenmeeting der Leichtathleten. Nachdem die Europahalle im Sommer 2014 aus Brandschutzgründen für größere Ereignisse gesperrt wurde, läuft dieses Meeting in den Hallen der Messe Karlsruhe, kann dort aber nur noch bis 2023 durchgeführt werden. Folglich muss der Umbau der Europahalle spätestens in zweieinhalb Jahren abgeschlossen sein. Neben diversen Modernisierungsmaßnahmen muss insbesondere in den Brandschutz, speziell die Entrauchung der Halle, investiert werden. Zudem müssen neue Fluchtwege angelegt werden. Rund 30 Millionen Euro sind für diese Arbeiten veranschlagt, trotz guter Bau-Konjunktur hofft die Stadt, dass sowohl der Kostenrahmen wie auch die Bauzeiten eingehalten werden.

Auf Hochtouren laufen derzeit schon die Arbeiten an der neuen Elisabeth-Selbert-Halle, nicht weit von der Europahalle entfernt. Diese neue, gut 21 Millionen Euro teure Sporthalle, soll im Laufe des kommenden Jahres fertiggestellt sein und dann als Ausweichquartier für den Schul- und Vereinssport während der Europahallen-Sanierung dienen, hieß es vonseiten der Stadt.


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