Europa-Park startet Freitag mit Modellprojekt

Rust (naf) – Der Europa-Park in Rust öffnet seine Tore wieder: Als Modellprojekt kann der größte Freizeitpark Deutschlands eine begrenzte Anzahl an Gästen empfangen. Hier die Details zur Eröffnung:

Die Saison kann kommen: Der Europa-Park in Rust ist ab Freitag, 21. Mai, wieder geöffnet. Foto: Europa-Park

© Europa-Park

Die Saison kann kommen: Der Europa-Park in Rust ist ab Freitag, 21. Mai, wieder geöffnet. Foto: Europa-Park

Nach über einem halben Jahr Stillstand musste zuletzt doch alles ganz schnell gehen. Der Europa-Park in Rust öffnet am Freitag wieder seine Türen für Besucher und ist damit einer der ersten seiner Branche. Begleitet vom Universitätsklinikum Freiburg und in Abstimmung mit den Behörden des Ortenaukreises sowie des Landes startet der größte Freizeitpark Europas mit einem Modellprojekt, das den Betrieb unter Beobachtung und mit umfangreichem Hygienekonzept ermöglicht.
Die landestypisch geschmückten Viertel und laut vorbeirauschenden Bahnen wurden vermisst, das steht für Roland Mack, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Europa-Parks, außer Frage. „Kinder haben uns sogar ihr Erspartes geschickt, damit der Europapark überleben kann“, erzählt er beim Live-Stream am Donnerstag zur Wiedereröffnung. Vor rund zwei Wochen kam dann der kurzfristige Startschuss, seither wurde der gesamte Park mithilfe von Nacht- und Wochenendschichten, wie Mack berichtet, wieder komplett hochgefahren. „Die Freude ist groß“ – auch auf Besucherseite.

50.000 Tickets nach Bekanntgabe gekauft

Ein Zeichen dafür sind die 50.000 Buchungsanfragen vom Tag, an dem die Wiedereröffnung bekannt wurde, so Mack. „Die Zahl spricht für sich.“ Auf die Besucher warten nicht nur alle Fahrgeschäfte und Hotels, auch Restaurants dürfen sowohl ihren Außen- als auch Innenbereich öffnen. Die Parade hingegen könne nur punktuell im Park stattfinden und auch auf Shows müsse erst einmal weitestgehend verzichtet werden. „Es ist nicht ganz so unbeschwert wie jeder neue Saisonstart“, sagt der Gründer und betont, dass auch eine große Aufgabe und Verantwortung mit dem Modellprojekt einhergehe. Dass man diesen Anforderungen gewachsen ist, versichert Ralf Stumpf. Der Koordinator für Hygiene im Park nutzte die vergangenen Wochen, um sich ausgiebig in die Theorie einzulesen und daraus Konzepte zu basteln, „die beim Gast auch wirklich funktionieren“, wie er sagt. Nicht nur aus Eigennutz, „wir wollen das auch für die Branche tun“. Was kann man aus der Öffnung des Europa-Parks lernen? Diese Frage stellen sich auch der leitende Betriebsarzt der Uniklinik Freiburg, Dr. Daniel Steinmann, sowie Maximilian Weiß, Spezialist für Messtechnik von Partikeln wie Aerosolen. Sie begleiten den Park bei der Eröffnung und sind „völlig davon überzeugt, dass es sehr gut gelingen wird“, so Steinmann. Neben verschiedenen Tests im Vorfeld will Weiß auch weiterhin in Bereichen, wo sich oft Menschenansammlungen bilden, die Aerosolbelastung messen. „Wir wollen den Menschen nicht nur Freude, sondern auch Sicherheit vermitteln“, betont Mack.

Erneute Schließung war ein Schock

Bereits im vergangenen Jahr habe man gezeigt, dass ein Betrieb unter Berücksichtigung umfangreicher Hygieneregeln möglich sei. Dementsprechend groß war der „Schock“, so Mack, als der Park „von heute auf morgen“ wieder schließen musste – dekorierte Eishallen, Tausende gebuchte Tickets und rund 500.000 Euro für die alljährliche Dinnershow umsonst. Ein leerer Park verursache indes Kosten von bis zu 300.000 Euro pro Tag. Und das in einer „Phase vom höchsten Investitionsvolumen der Firmengeschichte mit nahezu 250 Millionen Euro Invest in Rulantica“, betont Mack. „Ich bin ja ein optimistischer Mensch, aber das hat mich schon mitgenommen.“

Wie eine wilde Achterbahnfahrt: Die Corona-Krise hat auch Überraschungen für Europa-Park-Gründer Roland Mack bereitgehalten. Foto: Europa-Park

© pr

Wie eine wilde Achterbahnfahrt: Die Corona-Krise hat auch Überraschungen für Europa-Park-Gründer Roland Mack bereitgehalten. Foto: Europa-Park

Die Wasserwelt bleibt auch weiterhin geschlossen, eine mögliche Öffnung in naher Zukunft stellt der Gründer allerdings in Aussicht. In der Zwischenzeit werde dort weiter an Neuheiten wie dem Wasserspielplatz Svalgurok und einem „virtual reality“-Erlebnis unter Wasser gefeilt. Vor allem während des Lockdowns habe man viel an Innovationen „weitergebastelt“. Denn „Kreativität kennt keine Grenzen und alles muss erlaubt sein“, sagt Sohn Michael Mack – auch zu Corona-Zeiten. Hinter dieser Botschaft stehen auch Jürgen Mack, Thomas Mack und Ann-Kathrin Mack. Sie alle tragen ihren Beitrag zum Erfolg des Familienunternehmens bei und signalisieren nun: Egal wie schnell die Vorbereitungen gehen mussten, wie Roland Mack sagt: „Der Europa-Park ist bereit.“

Voraussetzungen für den Besuch

Für eine schnelle und reibungslose Ankunft sollten sich die Gäste vorab mit den aktuellen Voraussetzungen für einen Besuch vertraut machen. Neben medizinischen Masken sind hierfür folgende Dokumente notwendig:
- tagesaktuelles Eintrittsticket (ggf. Bestätigung der Ticketumwandlung)
- gültiger Lichtbildausweis
- offizieller Berechtigungsnachweis (eine der drei folgenden Möglichkeiten)
entweder getestet: ab sechs Jahren offiziell anerkanntes, negatives Corona-Testergebnis, das bei Ankunft nicht älter als 24 Stunden ist
oder geimpft: offizieller Impfnachweis bzw. Impfpass; der vollständige Impfnachweis muss älter als 14 Tage sein
oder genesen: positives PCR-Testergebnis, das mindestens 28 Tage, längstens sechs Monate zurückliegt; andernfalls zusätzlich offizieller Impfnachweis beziehungsweise Impfpass; der vollständige Impfnachweis muss älter als 14 Tage sein.

Der Zutritt zum Europa-Park ist nur mit medizinischen Masken sowie vollständigen Unterlagen möglich. Die Kontrolle erfolgt vor Ort ab dem Besucherparkplatz. Für die Gäste der Europa-Park-Hotels gelten gesonderte Regelungen. Weitere Informationen unter europapark.de/hotel-info.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.