FBB-Mitglied Bettina Morlok will OB werden

Baden-Baden (hol) – Die 59 Jahre alte Bettina Morlok will bei der Oberbürgermeisterwahl am 13. März in der Kurstadt antreten.

Will Oberbürgermeisterin in der Kurstadt werden: Bettina Morlok. Foto: Margot Jehle

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Will Oberbürgermeisterin in der Kurstadt werden: Bettina Morlok. Foto: Margot Jehle

Bettina Morlok will bei der Oberbürgermeisterwahl am 13. März antreten. Das hat die 59-Jährige am Mittwochabend mitgeteilt. Sie bezeichnet sich als „unabhängig und parteilos“. Allerdings ist sie seit 2019 Mitglied der FBB, die eine fünfköpfige Fraktion im Gemeinderat stellen. 2019 kandidierte Morlok auf Platz zehn der FBB-Liste für den Gemeinderat, schaffte aber nicht den Einzug ins Gremium. Pikant: Die FBB hatten sich kürzlich öffentlich hinter die Kandidatur von Bürgermeister Roland Kaiser (Grüne) für die OB-Wahl gestellt. Gegenüber dieser Zeitung erklärte Bettina Morlok, dass sie für die Zeit des Wahlkampfs ihre FBB-Mitgliedschaft ruhen lasse. Die Kandidatin hat zudem verwandtschaftliche Beziehungen in die große Politik. Sie ist die Nichte des früheren baden-württembergischen FDP-Landeschefs und Ehrenvorsitzenden der Liberalen Jürgen Morlok.

Seit 20 Jahren in Baden-Baden wohnhaft

Bettina Morlok lebt seit 20 Jahren mit ihrem Mann und einer mittlerweile 21 Jahre alten Tochter in der Kurstadt. Sie ist laut Mitteilung Diplom-Betriebswirtin und bringt jahrzehntelange Erfahrung in führenden Positionen in der Wirtschaft mit. Zuletzt war sie demnach für eine Ingenieurfirma in Berlin tätig, die unter anderem Gesundheitszentren entwickelt und realisiert. Weitere Stationen in leitender Funktion waren laut Mitteilung die Badenwerk AG, die Südwestdeutsche Stromhandels GmbH in Tübingen und die FlowWaste GmbH. Dabei handelt es sich um ein Tochterunternehmen der in den 90er-Jahren in einen Finanzskandal verwickelten Firma FlowTex. Eines von Bettina Morloks letzten Projekten sei der Landesflughafen Berlin gewesen, für dessen Fertigstellung sie in leitender Funktion die vergangenen zwei Jahre Verantwortung getragen habe, teilt sie mit.

Von der Wirtschaft in die Politik

„Ich gehe nicht von der Politik in die Wirtschaft, wie das viele Politiker tun, sondern den umgekehrten Weg von der Wirtschaft in die Politik. Hier kann ich meine Erfahrung aus der Wirtschaft in Baden-Baden einbringen“, wird sie in der Mitteilung zitiert. „Eine Stadt muss man wie ein Unternehmen führen.“ Sie wolle Schulden vermeiden und klug wirtschaften, ohne dass die Bürger darunter leiden müssten: „durch gekonntes Management“, betont sie.


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