FBB machen keinen Wahlkampf für FBB-OB-Kandidatin

Baden-Baden (hol) – Die FBB will im OB-Wahlkampf keinen Kandidaten unterstützen – auch nicht Bettina Morlok (FBB). Der Grund: Martin Ernst will die Unabhängigkeit seiner Vereinigung wahren.

Martin Ernst, Gründer und Chef der Freien Bürger für Baden-Baden, will unbedingt die Unabhängigkeit seiner Vereinigung wahren. Foto: FBB

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Martin Ernst, Gründer und Chef der Freien Bürger für Baden-Baden, will unbedingt die Unabhängigkeit seiner Vereinigung wahren. Foto: FBB

„Als FBB unterstützen wir keinen OB-Kandidaten – auch nicht Bettina Morlok.“ Martin Ernst (Foto: FBB), der Gründer und Chef der Freien Bürger für Baden-Baden, will unbedingt die Unabhängigkeit seiner Vereinigung wahren.

Im gerade laufenden OB-Wahlkampf gebe es bei den FBB nur eine Übereinstimmung: „Wir wollen einen Wechsel an der Rathausspitze“, macht Ernst deutlich, dass seine Gruppierung mit der Politik der amtierenden und für die Wiederwahl kandidierenden Oberbürgermeisterin Margret Mergen nicht einverstanden ist. Der Auftritt von FBB-Stadträten bei der Präsentation von Bürgermeister Roland Kaiser als Kandidat der Grünen für die OB-Wahl sei nicht im Namen der FBB erfolgt. „Einige unserer Fraktionsmitglieder unterstützen Roland Kaiser – aber nicht alle“, betont Ernst. „Wir freuen uns über jeden neuen Kandidaten für die OB-Wahl.“

Kein Geld und keine Aktionen

Dass sich mit Bettina Morlok nun ein Mitglied der FBB selbst zur Wahl stellen wird, das freue ihn auch persönlich. „Wir werden aber auch sie nicht unterstützen“, macht Ernst deutlich, dass es weder Geld noch Aktionen der FBB für Morloks Wahlkampf geben wird.

„Wir wollen keinerlei Nähe zu einem OB-Bewerber“, gibt Ernst die Marschroute für die FBB aus. Man wolle stets in der Lage sein, das Baden-Badener Stadtoberhaupt kritisch begleiten zu können. Das werde selbst für den Fall gelten, dass Bettina Morlok im März erfolgreich sein sollte. „Sie würde in diesem Fall ihre Mitgliedschaft bei uns auch während ihrer gesamten Amtszeit als OB ruhen lassen“, sagt Ernst.

Die 59-jährige Bettina Morlok hat am Mittwoch verkündet, dass sie bei der OB-Wahl am 13. März antreten will. Die Betriebswirtin gehört seit 2019 der Gruppierung der FBB an und hat 2019 auch für die Freien Bürger bei der Kommunalwahl kandidiert.

Neben Morlok haben bisher Oberbürgermeisterin Margret Mergen (CDU), Stadtrat Rolf Pilarski (FDP) und Bürgermeister Roland Kaiser (Grüne) sowie Peter Hank (Die Basis) ihren Hut in den Ring geworfen. Offizieller Bewerberschluss ist am 14. Februar. Gewählt wird am 13. März.

Ihr Autor

BT-Redakteur Harald Holzmann

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Erstellt:
3. Februar 2022, 16:00 Uhr
Lesedauer:
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