FC 08 Villingen gastiert beim SV Oberachern

Oberachern (rm) – Dicker Brocken für den Oberligisten SV Oberachern: Am Mittwoch empfängt er mit dem FC 08 Villingen den Tabellenführer zum Südbaden-Derby. Ein Duell auf Augenhöhe wird nicht erwartet.

Hat gegen Ravensburg mit seinem ersten Saisontreffer seine Torflaute beendet: Nico Huber (am Ball). Foto: Frank Seiter

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Hat gegen Ravensburg mit seinem ersten Saisontreffer seine Torflaute beendet: Nico Huber (am Ball). Foto: Frank Seiter

„Der Sieg war am Ende verdient. Wir schaffen es in einer guten Anfangsphase, in der wir gut gepresst und viele Bälle erobert haben, nicht, das 2:0 zu machen. Ähnlich wie gegen Backnang bekommen wir in einer Phase, in der wir am Drücker sind, das Tor. Da fehlt der jungen Truppe einfach in manchen Momenten noch die nötige Abgezocktheit und Erfahrung“, sagte Fabian Himmel nach dem 1:5 seiner Elf in Ravensburg.

Jetzt geht es gegen den ungeschlagenen Tabellenführer FC 08 Villingen, der mit Harry Föll (Saison 19/20), Mathias Heiligenstein und Jonas Busam (jeweils 20/21) gleich drei Spieler in seinen Reihen hat, die alle schon das SVO-Trikot trugen. Einmal mehr ein weiterer dicker Brocken für die Achertäler, die weiterhin auf den ersten Saisonsieg warten.

Vorfreude auf das Südbaden-Derby

Auf das südbadische Derby gegen die Schwarzwälder freut man sich in Oberachern ganz besonders, auch wenn da immer wieder ungute Erinnerungen wach werden an jenen 28. Mai 2016, als Villingens Kapitän Benjamin Barg exakt um 14.45 Uhr den Verbandspokal vor 2.500 Zuschauern in den sonnigen Himmel des Offenburger Karl-Heitz-Stadions hob und den SV Oberachern, der eigentlich schon wie der sichere Sieger aussah, ins Tal der Tränen schickte. Wenige Tage zuvor noch aus der Oberliga abgestiegen, feierten die traditionsreichen Nullachter mit dem späten 5:3-Pokalsieg und dem Sprung in den DFB-Pokal nicht nur in finanzieller Hinsicht so etwas wie ihre zweite Geburtsstunde.

Vor knapp über zwei Monaten wollte der SVO eigentlich die Pokal-Revanche. Nach 90 Minuten stand es leistungsgerecht 1:1 und es folgte für den nach einer umstrittenen Gelb-Roten-Karte dezimierten SVO die kräftezehrende Verlängerung. Der eingewechselte Damian Kaminski hatte in buchstäblich letzter Minute die sichere Entscheidung auf dem Fuß, brachte das Leder aber völlig freistehend aus kürzester Distanz nicht an Keeper Schmittheissler vorbei. So musste schließlich das Elfmeterschießen über den Finaleinzug entscheiden. Die Schwarzwälder hatten dabei das Glück auf ihrer Seite und zogen zum insgesamt 14. Mal ins südbadische Finale ein – und triumphierten später gegen den Freiburger FC mit 5:1 und sicherten sich zum zehnten Mal den südbadischen Pokaltitel.

Kein Duell auf Augenhöhe erwartet

Ein Akteur der Nullachter, der den SVO mit seinen drei Treffern im Finale 2016 fast im Alleingang erschoss, wird auch am Mittwoch in der Startelf stehen – Nedzad Plavci, derzeit mit vier Treffern auch der erfolgreichste Torschütze der Gäste.

Fabian Himmel vom Trainerstab des SVO ist sich dabei bewusst, was ihn und sein Team erwartet: „Villingen kommt als Tabellenführer ins Waldseestadion und darf sich mit dieser brutalen individuellen Qualität sowie dem hohen Maß an Erfahrung direkt hinter den Meisterfavoriten aus Freiberg und Stuttgart einreihen. Von einem Duell auf Augenhöhe wie vor zwei Monaten im Pokal kann man da nicht mehr sprechen. Deswegen macht es jetzt auch keinen Sinn, die große Revanche anzusagen. Wir wollen Punkte auf unser Konto bekommen. Egal wie und gegen wen – dafür werden wir alles reinhauen.“

Hinter dem Einsatz der angeschlagenen Constantin Koch und Gabriel Springmann stehen noch Fragezeichen. Ansonsten steht der gleiche Kader wie zuletzt zur Verfügung.

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Erstellt:
31. August 2021, 17:07 Uhr
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