FV Baden-Oos zieht Einspruch zurück

Baden-Baden (moe) – Bezirksligist FV Baden-Oos hat seine Berufung gegen die Spielwertung nach dessen Nichtantritt zurückgezogen. Durch einen Formfehler war die Ablehnung des Einspruchs absehbar.

Insgesamt zehn Spieler aus Baden-Baden wurden vor der Partie gegen den FC Ottenhöfen positiv auf das Coronavirus getestet. Hinterher wurde das Spiel für den FCO gewertet. Foto: Frank Seiter/Archiv

© Frank Seiter

Insgesamt zehn Spieler aus Baden-Baden wurden vor der Partie gegen den FC Ottenhöfen positiv auf das Coronavirus getestet. Hinterher wurde das Spiel für den FCO gewertet. Foto: Frank Seiter/Archiv

Der FV Baden-Oos hat seinen Einspruch gegen die Spielwertung zu seinen Ungunsten in Folge des Nichtantritts zur Bezirksliga-Partie beim FC Ottenhöfen am 2. Oktober zurückgezogen. Das bestätigte Thomas Fritz, der Vorsitzende des Vereins, am Dienstag gegenüber dem BT. Demnach erfolgte die Kehrtwende nach mehreren Telefonaten mit dem zuständigen Sportgericht des Südbadischen Fußballverbands. Demnach sei absehbar gewesen, dass die Berufung abgelehnt werden würde, so Fritz.

Aus dem Ooser 17-Mann-Kader waren wie mehrfach berichtet zehn Spieler an Corona erkrankt. Unglücklicherweise waren unter den zehn Kickern aber „nur“ sechs Akteure, die unter die Stammspielerregelung fielen – einer zu wenig, um die Partie ordnungsgemäß im Vorfeld verlegen zu können. Der Club aus dem Baden-Badener Westen trat aus Sicherheitsgründen dennoch nicht an, schließlich waren die sieben Nichtinfizierten – darunter ein Spieler ohne Impfschutz – in engem Kontakt mit den Teamkollegen. In der Folge wurde die Partie mit 0:3 gegen den FVO gewertet.

Berufung wegen eines Formfehlers aussichtslos

In seinem Einspruch gegen diese Wertung argumentierte Fritz, dass der Verband im Rahmen der Stammspielerregelung nur die infizierten Akteure in Betrachtung zog, nicht aber den einen gesunden, aber nicht geimpften Spieler des 17er-Kaders. Dieser hätte als Kontaktperson zum Zeitpunkt des geplanten Spiels in Quarantäne sein müssen, wäre als weiterer – und damit siebter – Stammspieler nicht zur Verfügung gestanden, so der FVO-Verantwortliche.

Aussichtslos war die Berufung laut Fritz letztlich aufgrund eines Formfehlers. Er hätte die Erkrankung bereits am ersten Tag dem zuständigen Gesundheitsamt melden müssen, das dann über die Quarantäne des siebten Spielers entschieden hätte. „Das habe ich leider versäumt“, so Fritz. Schweren Herzens habe er daher die Berufung selbst kassiert und resigniert feststellen müssen: „Der Verband hat uns im Regen stehen lassen.“

Ihr Autor

BT-Redakteur Moritz Hirn

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Erstellt:
13. Oktober 2021, 05:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

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