FV Ottersweier auf Siegmission beim TSV Loffenau

Loffenau (mi) – Es ist das Duell der Tabellenschlusslichter, wenn der FV Ottersweier am Sonntag auf den Landesliga-Rivalen TSV Loffenau trifft. Beide Seiten hoffen jeweils auf ihren ersten Saisonsieg.

Daniel Hoogendoorn (vorne) und seine Kollegen von Schlusslicht TSV Loffenau sehnen den ersten Saisonsieg herbei. Foto: Frank Vetter

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Daniel Hoogendoorn (vorne) und seine Kollegen von Schlusslicht TSV Loffenau sehnen den ersten Saisonsieg herbei. Foto: Frank Vetter

Wer beim Blick auf die hintere Tabellenregion nach einem Drittel der Vorrunde diese zwei Mannschaften vor Saisonbeginn getippt hätte, stünde jetzt nicht im Verdacht, den Jackpot geknackt zu haben. Man musste wirklich keine Glaskugel bedienen, um sowohl für den TSV Loffenau als auch den FV Ottersweier eine verdammt schwere Landesliga-Saison zu prognostizieren. Beide besitzen unzweifelhaft keine Premiumkader und sind in Duellen mit Spitzenmannschaften so gut wie chancenlos.

Dies bewahrheitete sich zuletzt wieder am vergangenen Wochenende, als der FVO bereits nach einer halben Stunde vorentscheidend zurücklag, und Loffenau sich nach Spielschluss in Bühl ein halbes Dutzend Gegentore eingefangen hatte. Wobei man dem TSV fairerweise zugute halten muss, dass deren Schützlinge im fünften Punktspiel erstmals in dieser Saison nach der Pause einbrachen. Da allerdings der Wurm so ziemlich im Sturm steckt, wo gerade mal drei Volltreffer zu Buche stehen, überrascht der Besitz der Roten Laterne keineswegs.

„Wir sollten jetzt schon mal gewinnen“

Auch die Staffelübergabe von Christian Coratella zu Dubravko Kolinger – zwei ehemalige Klassespieler – in Ottersweier verlief nicht gerade auf Samtpfoten. Gleichfalls 15 Gegentore und ein Pünktchen mehr als Loffenau, also gerade mal zwei, sind nicht gerade furchteinflößend.

„Wir schießen uns die Dinger auch noch selber rein. Das waren wieder zwei Riesenböcke gegen Sinzheim. Aber wir können uns nicht mit denen da oben messen“, bilanzierte Kolinger die Heimniederlage gegen den Spitzenreiter ganz nüchtern. In Loffenau steht nun das Kellerduell an. Diesmal also gegen einen Gegner auf Augenhöhe. „Wir haben zwar wenig Selbstvertrauen, Loffenau aber auch nicht mehr. Wir sollten aber jetzt schon mal gewinnen“, sagt der Neue auf der Ottersweierer Bank. Die einst beträchtliche Anzahl an Urlaubern ist zwar wieder zurück in der Heimat, „aber natürlich nicht bei 100 Prozent. Bis das so weit ist, wird es bis Anfang Oktober dauern“, so Kolinger. Einen „gewissen Vorteil“ für den TSV sieht er wegen deren Kunstrasenplatz. „Doch wir müssen auf uns schauen und unser Spiel durchziehen.“

Loffenau hofft auf den ersten Saisonsieg

„Drei Spiele in sechs Tagen, das war zu viel für uns, deshalb der Einbruch“, kommentierte TSV-Spielertrainer Sven Huber das 1:6 in Bühl. Abgehakt. Der erste Saisonsieg wird herbeigesehnt. Die Hoffnung liegt auf dem afrikanischen Stürmer Juvian Tschemeni, der zuletzt verletzt fehlte, für Huber aber ein „Brocken im Lukaku-Stil“ ist. „Wir arbeiten daran, dass wir ihn richtig einbringen können im Strafraum“, sagt Huber bezüglich des großen Sturmproblems von gerade mal drei Volltreffern. Es wird auf jeden ankommen im Kellerduell. Nicht zuletzt auf den Spielertrainer selbst. „Ich bin topfit.“

Ihr Autor

BT-Redakteur Michael Ihringer

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Erstellt:
10. September 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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