FV Ottersweier will Klasse halten

Ottersweier (wb) – Fußball-Landesligist FV Ottersweier geht mit einem klaren Ziel in die neue Saison: Klassenerhalt. Dafür soll unter anderem der neue Coach Dubravko Kolinger sorgen.

Funktionsteam und neue Spieler beim FV Ottersweier. Das Sagen im sportlichen Bereich hat Dubravko Kolinger (rechts hinten). Foto: Wolfram Braxmaier

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Funktionsteam und neue Spieler beim FV Ottersweier. Das Sagen im sportlichen Bereich hat Dubravko Kolinger (rechts hinten). Foto: Wolfram Braxmaier

Ein klangvoller Name ist zurückgekehrt in Fußballbezirk Baden-Baden. Dubravko Kolinger (45) hat beim Landesligisten FV Ottersweier das Traineramt übernommen und ist Nachfolger von Christian Coratella, der sich verändern wollte und nach sechs erfolgreichen Jahren nach Schwarzach wechselte. Das klare Ziel von Kolinger, der zuletzt beim Oberligisten Germania Friedrichstal tätig war: „Wir wollen den Klassenerhalt schaffen.“

Das wird nicht einfach, doch Spielausschuss Kresimir Grbavac hat großes Vertrauen in Kolinger: „Dubi ist ein großer Magnet. Durch ihn sind viele neue Spieler gekommen.“ Bei der Frage, wie er auf den Ex-Profi gekommen sei, muss Grbavac grinsen: „Wir haben zusammen bei den Ministranten gespielt.“ Zwei Tage nach dem ersten Anruf hat sich Kolinger wieder gemeldet, der Deal war perfekt. „Nach der Pause durch die Pandemie hat es wieder gekribbelt. Aber ich wollte nicht mehr höherklassig arbeiten, weil ich mehr Zeit für Familie und Beruf haben will“, so Kolinger, der nach wie vor in Muggensturm wohnt und Außendienstler für ein Karlsruher Sanitätshaus ist.

Gar nicht so weit weg vom Ottersweierer Lindenstadion begann die Karriere von Kolinger. In Bühlertals Jugend stellte er sein Können unter Beweis, wechselte zu den KSC-Amateuren und schaffte den Sprung in den Profikader (1996-98). Siebenmal wurde Kolinger beim KSC in der Bundesliga eingesetzt. Über die Offenbacher Kickers kam er zum FC St. Pauli (2000-03), mit dem er 2001 den Aufstieg in die erste Liga schaffte. Danach war die Karriere wechselhaft, 2012 trat er bei der U 17 des FC Nöttingen seine erste Trainerstelle an. Auch beim FV Muggensturm war er tätig, aber im September 2014 trennte man sich.

„Ich freue mich auf die Rückkehr in die Region, in der alles begann“, sagte Kolinger bei der Teamvorstellung. Einfach wird die Aufgabe sicherlich nicht, denn die Fluktuation beim FVO ist ziemlich groß. Zwölf neue Spieler gilt es zu integrieren, sieben Akteure verließen den FVO. Beim Abbruch der letzten Runde stand der FVO nur knapp über dem Strich, das soll sich nicht wiederholen. „Wir wollen so schnell wie möglich unsere 40 Punkte holen und mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, lautet Kolingers Ziel, der seine Jungs erst einmal vorsichtig aufbauen will, denn acht Monate Pause hinterlassen Spuren. Doch Kolinger ist sich sicher: „Am 7. August werden zum ersten Punktspiel alle topfit sein.“

Zu- und Abgänge

Zugänge: Jannik Storz, Johannes Herkert (beide SV Lauf), Meller Aziz (FV Langenwinkel), Enrico Schabert (VfR Willstätt), Ayberk Ademogullari (SV Scherzheim), Fabio Stricker (GVF Vaihingen), Henry Scheuerer (SV Honau), Marius Huber (VfB Bühl), Hadj Mekkaoui (FV Gamshurst), Timo Scherzinger, Alisghar Jafari, Niklas Krause (eigene Jugend).

Abgänge: Christoph Welle (VfB Unzhurst), Christian Kist (VfB Bühl), Martin Kleinhans (SC Eisental), Mark Tokartschuk (Ziel unbekannt), Ali Gülel (SC Durbachtal), Christian Coratella (FC Schwarzach), Jasper Weiler (SV Vimbuch).

Trainer: Dubravko Kolinger (erste Saison).


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