Fahrerflucht bei jedem vierten Unfall

Rastatt (dm) – So wenige Verkehrsunfälle wie seit zehn Jahren nicht hat die Polizei im Stadtgebiet Rastatt im vergangenen Jahr registriert: 1.370. Bei jeder vierten Kollision folgt eine Fahrerflucht.

68 Fahrradunfälle mit zum Teil schlimmen Folgen registriert die Polizei im Jahr 2020 in Rastatt – trotz des allgemeinen Rückgangs. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

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68 Fahrradunfälle mit zum Teil schlimmen Folgen registriert die Polizei im Jahr 2020 in Rastatt – trotz des allgemeinen Rückgangs. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Im Zuge der Corona-Pandemie ist die Verkehrsbelastung der Städte zurückgegangen – und damit auch die Zahl der Unfälle. In Rastatt ist das nicht anders. Im vergangenen Jahr registrierte das Polizeirevier 1.370 Verkehrsunfälle auf dem Gebiet der Barockstadt – folglich hat es 377 Mal weniger gekracht als noch im Vorjahr (1.747). Es ist der niedrigste Wert seit zehn Jahren. Trauriger Höchststand war im Jahr 2017 mit 1.918 Unfällen erreicht worden.

Im vergangenen Jahr indes hat sich die Zahl der Kollisionen, bei denen Menschen zu Schaden kamen, laut Statistik der Rastatter Polizei um 24 Prozent verringert (auf 168), die Unfälle mit motorisierten Zweirädern um 23,1 Prozent (auf 20), Fußgängerunfälle um 25 Prozent (auf 18).

Kaum Rückgang bei Kollisionen unter Alkohol

Um vergleichsweise nur 15 Prozent verringert haben sich Fahrradunfälle – auf 68. Eine „immer noch hohe Zahl“, sieht der Leiter des Polizeireviers Rastatt, Andreas Dahm, hier ein Problem. Zumal damit oft schwere Verletzungen der Radler verbunden seien. Vier Schulwegunfälle (zwei im Vorjahr) wurden verzeichnet.

Dass 32 Kollisionen unter Alkoholeinfluss geschahen, ist indes ein Wert, der sich trotz des Rückgangs des Unfallgeschehens kaum von dem des Vorjahrs unterscheidet (34). 341 Mal suchten Verursacher unerlaubt das Weite. Das heißt: Bei jedem vierten Unfall ist eine Fahrerflucht zu beklagen (24,9 Prozent).

Insgesamt verunglückten im vergangenen Jahr 203 Menschen auf Rastatter Straßen, 26 davon schwer, drei tödlich. Hauptunfallursache Nummer ist laut Verkehrsbarometer Fehlverhalten beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren (9,4 Prozent), gefolgt von Vorfahrtsmissachtungen, zu geringem Abstand, Alkoholeinfluss und zu hoher Geschwindigkeit. Auch in diesem Jahr, so Dahm, wird die Sicherheit im Straßenverkehr wieder ein Handlungsschwerpunkt für die Rastatter Polizei sein.

Ihr Autor

BT-Redakteur Daniel Melcher

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Erstellt:
22. März 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

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