Familienforscher mit Hundsbacher Wurzeln

Forbach (mm) – Seine Vorfahren stammen aus Hundsbach, das Hobby von Wolfgang Herzog ist die Familienforschung.

Wolfgang Herzog unterstützt die Ausstellung im künftigen Nationalparkhaus in Herrenwies. Foto: pr

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Wolfgang Herzog unterstützt die Ausstellung im künftigen Nationalparkhaus in Herrenwies. Foto: pr

Der 65-Jährige unterstützt die geplante Ausstellung im Nationalparkhaus Herrenwies, dem ehemaligen Rossstall, mit Beiträgen.
Der Maschinenbauingenieur im Ruhestand lebt in Kaiserslautern. Er recherchierte im Internet und in Archiven.

Da seine Vorfahren aus dem Forbacher Ortsteil stammen, der Ort aber früher ein „blinder Fleck“ für ihn war, begann er vor etwa zehn Jahren, sich eingehender mit seinen Wurzeln zu beschäftigen. Im Lauf der Zeit hat er erfahren, dass einer seiner Ahnen der Erbauer einer Schwallung in Hundsbach war. Auch auf die Auswanderungsproblematik ist er aufmerksam geworden und hat sich intensiver damit beschäftigt.

Im Mai 2017 hatte er aufgrund eines Zeitschriftenartikels über Herrenwies Kontakt zum Familienforscher Thomas Fahr aus Gottmadingen aufgenommen. Dieser hat ebenfalls Vorfahren aus den ehemaligen Waldkolonien und berichtete über die Glasmacher von Herrenwies.

Unterstützungsgruppe für Nationalparkhaus

Über ihn habe er Elke Osterloh vom Nationalpark Schwarzwald kennengelernt, die das Projekt Nationalparkhaus im ehemaligen Rossstall in Herrenwies betreut. Auch bestanden bereits Kontakte zum Verein „Kulturerbe Schwarzwaldhochstraße“.

Im Oktober 2018 gab es in der alten Kirche in Herrenwies ein Treffen von Vertretern des Nationalparks, des Kulturerbe-Vereins und den Familienforschern. Dieses diente dem Kennenlernen und dazu, gemeinsame Aktivitäten für die geplante Ausstellung zu diskutieren und zu beschließen. Eine kleine Unterstützungsgruppe entstand. Jedes Mitglied hat aus seinem Spezialgebiet Beiträge für die Ausstellung erarbeitet.

Eine Internetplattform wurde zum Informationsaustausch eingerichtet. Danach gab es mehrere Treffen am Ruhestein und in Herrenwies, in denen über Ausstellungsinhalte informiert und diskutiert wurde.

Der Arbeitsbereich der Unterstützergruppe ist vor allem die Familien- und Wirtschaftsgeschichte, berichtet Herzog. So konnte die Herkunft mehrerer Glasmacher sowie deren Verbindungen zu anderen Glashütten im Schwarzwald und in Thüringen aufgedeckt werden.

Aufbauend auf bereits existierenden Forschungen wurde der Zuzug von Arbeitskräften im Rahmen des beginnenden internationalen Holzhandels im oberen Murgtal präzisiert und zu Biografien verarbeitet. Das Schicksal der Familien, die mit dem Ende des Holzhandels mit Holland in schwere existenzielle Nöte kamen, war ein weiteres Thema. Mit der Hilfe einer amerikanischen Familienforscherin gelang es, die Lebenswege der Herrenwieser und Hundsbacher bis in ihre neue Heimat in Amerika nachzuzeichnen.

Darüber hinaus hat Herzog bereits 2019 auf Einladung des Nationalparks bei zwei Terminen in Forbach und Hundsbach Vorträge über die Auswanderung aus den Waldkolonien nach Amerika gehalten. Artikel über die Auswanderer erschienen mit Hilfe seiner Co-Autorin Linda Kortas in englischer Sprache in zwei Zeitungen in den USA.

Die Beiträge zur Ausstellung im künftigen Nationalparkhaus sind weitgehend aufbereitet und abgeschlossen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Markus Mack

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Erstellt:
26. April 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 16sec

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