Fast ein fliegender Wechsel von Real zu Kaufland

Rastatt (ema) – Kaufland übernimmt Real in Rastatt. Am 14. April eröffnet der Markt unter neuer Flagge – nach nur zwei Schließtagen.

Kaufland statt Real: Der neue Eigentümer will am 14. April nach zwei Schließtagen eröffnen. In Rastatt steht dann einer von bundesweit 670 Kaufland-Märkten. Foto: Frank Vetter

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Kaufland statt Real: Der neue Eigentümer will am 14. April nach zwei Schließtagen eröffnen. In Rastatt steht dann einer von bundesweit 670 Kaufland-Märkten. Foto: Frank Vetter

Jetzt ist es amtlich: Kaufland hat offiziell bestätigt, zum 12. April den Real-Markt in Rastatt zu übernehmen. Rund 150 Real-Mitarbeiter bekommen dadurch nach Monaten der Ungewissheit eine neue berufliche Perspektive.

Nach dem von Kaufland benannten Zeitplan wird der Supermarkt nur am 12. und 13. April geschlossen bleiben. An diesen beiden Tagen wird das Haus im Industriegebiet mit neuer Ware beliefert. Die Obst- und Gemüseabteilung wird umgebaut; ausgetauscht werden Waagen- und Kassensysteme.

Unter neuer Kaufland-Flagge ist die Eröffnung am Mittwoch, 14. April, terminiert. Allerdings will der neue Betreiber in den folgenden Wochen den Markt umbauen und modernisieren. Die Maßnahmen will man bei laufendem Betrieb umsetzen.

Derweil zeichnet sich ab, dass Kaufland auch an einem erweiterten Angebot mit Dienstleistern und Fachgeschäften in dem Gebäudekomplex festhalten möchte. Eine Unternehmenssprecherin sagte dem BT, dass Kaufland im Fall Rastatt auch die Immobilie gekauft hat. „Daher führen wir derzeit Gespräche mit allen Mietern des Objekts“, heißt es aus der Firmenzentrale in Neckarsulm. Derzeit befinden sich bei „Real“ neben dem eigentlichen Markt noch ein Imbiss- und ein Dönerstand, ein Toto-Lotto-Laden mit Post und Zeitschriften, ein Metzger, eine Bäckerei, eine Apotheke, ein Nagelstudio, ein Blumenhandel sowie ein Schlüssel- und Schuhservice.

Gemischte Reaktionen der Kunden

Nach Angaben eines Real-Sprechers sollen Artikel so weit wie möglich bis zum Wechseltermin an den neuen Betreiber übergeben werden. Kunden fallen bereits jetzt einige Lücken in den Regalen auf. Was Lebensmittel und sogenannte „Schnelldreher“-Artikel angeht, will Real bis Mitte April weiter kontinuierlich liefern.

Reaktionen von Kunden vor dem Real-Markt fielen am Montag unterschiedlich aus. Sigi Lahnert aus Rastatt fände es am besten, wenn Real bliebe. Der Stammkunde macht sein zukünftiges Einkaufsverhalten davon abhängig, wie sich das Angebot entwickelt. Jana Klier, ebenfalls Stammkundin im Industriegebiet, sieht im Sortiment einen großen Unterschied. Da falle einiges wohl weg, vermutet sie. Sie schätzt die Vielfalt im bisherigen Markt. „Da ist fast alles da, was ich benötige“, sagt sie. Ein älterer Herr sagt, er kenne Kaufland aus Bühl. Für ihn sei es akzeptabel, er werde auch im Kaufland Rastatt einkaufen. Wie es bei Nathalie Schäfer aus Iffezheim weitergeht, muss abgewartet werden. „Ich komme eigentlich nur wegen der Feuerwurst beim Imbiss zu Real“, lacht sie und beißt in ihren Snack.

Zur Frage, ob Kaufland auch die Real-Märkte in Sinzheim und in Bühl-Vimbuch übernehmen wird, äußert sich das Unternehmen derzeit nicht.


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