Fastnacht in Hörden: „Wir müssen leider abwarten“

Gaggenau (BT/tom) – Die Freunde der Hördener Fastnacht müssen sich weiter gedulden. Aktuell sei es nicht möglich, Verlässliches zu den Veranstaltungen für 2022 zu sagen.

Angesichts des erneut drohenden Corona-Desasters droht das Lächeln schon mal einzufrieren: Die Majas bei ihrem bejubelten Auftritt in der Flößerhalle bei der Fastnacht 2019. Foto: Veronika Gareus-Kugel/Archiv

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Angesichts des erneut drohenden Corona-Desasters droht das Lächeln schon mal einzufrieren: Die Majas bei ihrem bejubelten Auftritt in der Flößerhalle bei der Fastnacht 2019. Foto: Veronika Gareus-Kugel/Archiv

Dies geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der Narrenzunft „Schmalzloch“ Hörden und der Schnurrvereine im Arbeitskreis Flößerhalle hervor.

Zwar habe man die Hoffnung gehabt, wenigstens Saalveranstaltungen unter 2G-Regeln durchführen zu können, jedoch sei diese Hoffnung durch die aktuelle Lage buchstäblich überrollt worden. Narrenzunft und AK Flößerhalle sind sich einig: „Wir müssen leider abwarten“, so Zunftmeister Ruben Schnepf und AK-Sprecher Bernd Kappler. Die Gesundheit aller Beteiligten, Gäste, Aktive sowie Helfer habe Vorrang.

Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen weiter, konkrete Entscheidungen können aber im Moment nicht getroffen werden.

Sitzungen: Die Narrenzunft bereitet Damen- und Herrensitzungen vor. Wie viele – geplant waren drei Sitzungen vom 28. bis 30. Januar – tatsächlich ausgerichtet werden können, muss im Moment offenbleiben. In der Folge kann der geplante Kartenvorverkauf am 28. November im Moment nicht stattfinden. Die Narrenzunft wird informieren, sobald es Neues gibt.

Schnurren: Ebenso kann erst im Januar kurzfristig festgelegt werden, ob es 2022 das „Schnurren“ in der Flößerhalle geben wird. Auch hier laufen die Vorbereitungen, allerdings unter dem Vorbehalt der Durchführbarkeit.

Straßenfastnacht: Ganz düster sei die aktuelle Lage bei der Straßenfastnacht. Ganz gleich ob als 2G- oder als 3G-Veranstaltung sei im Moment nicht an Umzüge zu denken. „Wie sollen wir im Ehrenamt Tausende von Besuchern kontrollieren?“, so die bange Frage im Flößerdorf. Aber: Auch hier werde die Lage weiter beobachtet.

Im BT-Gespräch präzisiert AK-Sprecher Bernd Kappler die Überlegungen. „Sicher ist: Wir wollen etwas machen, aber wir müssen uns an den Gegebenheiten ausrichten und die Verordnungen einhalten. Hier warten wir dringend auf eine Nachricht aus Stuttgart, wohl wissend, dass auch die Landesregierung heute nicht wissen kann, was im Februar sein wird. Wir gehen das Risiko ein und haben Plan B und C in Vorbereitung. Plan C kann aber auch eine totale Absage sein.“

Plan C kann heißen: Totale Absage

Nicht zuletzt gebe es bei der Vorbereitung viele Mosaiksteine zu berücksichtigen, die wiederum alle voneinander abhingen. Kappler nennt ein Beispiel anhand der Idee, die Fastnachtssitzungen am Fastnachtsamstag und -Sonntag auszurichten. Das hätte aber direkte Auswirkungen auf ein Schnurren am Schmutzigen Donnerstag und umgekehrt. Schließlich muss die Halle für die Sitzungen vorbereitet werden. „Wir prüfen alles und wir wollen Fasent machen, bitten aber um Verständnis, wenn nicht alles möglich ist.“ Bernd Kappler hofft hier auf den Zusammenhalt in der Vereinsgemeinschaft. „Wir haben zeitlich alles so abgesteckt, dass alles machbar ist, gleichwohl müssen wir heute um Geduld bitten.“ Und die Vereinsgemeinschaft richtet einen Appell an die Bevölkerung: „Geht impfen, dann hilft das auch der Fastnacht. Sicherheit und vor allem Gesundheit aller Beteiligten hat für uns oberste Priorität.“

Zwar ließe sich zum Beispiel die Einhaltung der 2G-Regelungen mit einem Sicherheitsdienst überwachen; dies räumt auch Kappler ein. Er gibt aber zu bedenken: „Je mehr Sicherheitspersonal ich brauche, umso teurer wird die Veranstaltung, umso mehr wird es auf den Preis Auswirkung haben. Wir wollen das im Interesse unserer Gäste nicht.“

Dies gelte es auch beim Organisieren eines Fastnachtsumzugs zu berücksichtigen. Natürlich könne man den mit einem Sicherheitsdienst absichern. Aber dann eventuell zehn Euro Eintritt verlangen? Würden das die Gäste bezahlen wollen? Bernd Kappler: „Für uns wäre das keine Fasent mehr! Dann warten wir lieber noch ein weiteres Jahr.“

Fastnachtsvereine planen und hoffen

Fastnacht im Jahr 2022 – wie ist der Planungsstand bei den anderen Fastnachtsvereinen in Gaggenau?

Ottenauer Carneval Club: „Unsere Vorbereitungen laufen weiter, wir beobachten die Lage und warten ab“, meldete der OCC nach der Fastnachtseröffnung am 11.11. Am Freitag, 19. November, lädt der Verein zur Mitgliederversammlung ab 19.11 Uhr in der Merkurhalle Ottenau ein. Es gilt strikte Maskenpflicht, auch am Sitzplatz.

Schäger Michelbach: Der Fasentverein hatte wegen Corona die für 13. November geplante Fasenteröffnung abgesagt. Nach wie vor werden jedoch die Fastnachtssitzungen in der Wiesentalhalle in Michelbach geplant: für Freitag, 18. Februar, um 19.11 Uhr und Samstag, 19. Februar, um 18.11 Uhr. Der Eintritt beträgt 13 Euro. Für beide Sitzungen gilt die 2G-Regel. Der Kartenvorverkauf hat begonnen. Karten sind erhältlich bei Brigitte Stähle-Rid, % (0 72 25) 7 43 72, oder per E-Mail an staehlerid@web.de.

Grokage Gaggenau: Fasenteröffnung wurde am 11.11 gefeiert. Geplant sind zwei Fremdensitzungen: am Freitag und Samstag, 4. und 5. Februar in der Jahnhalle. Der Beginn des Kartenvorverkaufs wurde auf 26. November terminiert.

Ihr Autor

BT-Redakteur Thomas Senger

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Erstellt:
19. November 2021, 08:50 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 14sec

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