Feierliches Ritual für neuen Diakon

Rastatt (fuv) – Erzbischof Stephan Burger hat den Rastatter Theologen Gia-Hoa Thomas Nguyen in St. Alexander zum Diakon geweiht. Es war ein feierliches Ritual in der Stadtkirche.

Gia-Hoa Thomas Nguyen liegt ausgestreckt vor dem Altar – Zeichen des vorbehaltlosen Dienstes für Gott. Foto: Frank Vetter

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Gia-Hoa Thomas Nguyen liegt ausgestreckt vor dem Altar – Zeichen des vorbehaltlosen Dienstes für Gott. Foto: Frank Vetter

Auf dem Weg zum Priesteramt steht in der katholischen Kirche zwischen Abschluss des Theologiestudiums und Priesterweihe das ein- bis zweijährige Diakonat. Am Sonntag wurde in der Stadtkirche St. Alexander der Vietnamese Gia-Hoa Thomas Nguyen von Erzbischof Stephan Burger zum Diakon geweiht. Der 25-jährige Absolvent des Priesterseminars Collegium Borromaeum Freiburg sammelte im Praxissemester im Kinzigtal und in der Seelsorgeeinheit Rastatt Erfahrungen. Auch als Diakon bleibt Nguyen in der Barockstadt.

Bei der Eucharistiefeier zur Weihe Nguyens entfaltete sich in der katholischen Stadtkirche die ganze Feierlichkeit einer katholischen Zeremonie. Vom Einzug Erzbischofs Stephan Burger über die Rituale der Weihe bis zur heiligen Kommunion. Im Beisein von Familienangehörigen und Freunden durchlief der Weihekandidat eine Reihe besonderer Rituale. Nachdem ihn ein Geistlicher gegenüber dem Bischof als würdig erklärt hatte, vollzog Burger die Weihehandlung.

Weihe durch Handauflegung

Gia-Hoa Thomas Ngyuen lag während der Allerheiligenlitanei als Ausdruck des vorbehaltlosen Dienstes für Gott ausgestreckt vor dem Altar. Er versprach, ein Mann des Gebets zu sein, den Armen zu helfen, in Ehelosigkeit zu leben und dem Bischof die Treue zu halten. Nachdem Ngyuen seine Hände in die des Bischofs gelegt hatte, erfolgte die eigentliche Weihe durch Handauflegung durch den Bischof und das Weihehochgebet.

Danach wurde Nguyen mit der Stola und dem Dalmatik genannten liturgischen Gewand angekleidet, der Amtskleidung eines Diakons. Mit dem symbolischen Überreichen einer Bibel wird auf die Verkündung des Evangeliums als eine der zentralen Aufgaben des Diakons hingewiesen.

Das Wort Diakon stammt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich Diener. Diakone dürfen das Taufsakrament spenden, predigen und bei der Eucharistiefeier und der Trauung assistieren sowie Beerdigungen vornehmen. Sie spenden jedoch nicht die Sakramente der Buße, nehmen also nicht die Beichte ab und salben nicht die Kranken.


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