Festspielhaus: Ab Herbst bis zu 1.300 Besucher

Baden-Baden (cl) – Mitten in der Theaterpause lässt das Land die Zuschauerbeschränkungen bei den Theatern fallen, abgesehen von den 3-G-Faktoren. Das Festspielhaus plant ab Herbst mit 1.300 Besuchern.

Neue Normalität beim Festspielhaus-Besuch: Kein Gedränge in den Foyers, aber bis Herbst soll deutlich mehr Publikum mit Mund- und Nasenschutz eingelassen werden.  Foto: Andrea Kremper/Festspielhaus

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Neue Normalität beim Festspielhaus-Besuch: Kein Gedränge in den Foyers, aber bis Herbst soll deutlich mehr Publikum mit Mund- und Nasenschutz eingelassen werden. Foto: Andrea Kremper/Festspielhaus

Mitten in der sommerlichen Theaterpause ist die neue Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg veröffentlicht worden. Wonach die Inzidenz bis Mitte September nicht mehr über Öffnung oder Zuschauerzahl entscheiden soll, sondern nun die 3-G-Faktoren (geimpft, genesen oder negativ-getestet mit Antigentest) relevant sind. Die Theater- und Konzertveranstalter können also nach Angaben des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst ohne fixe Vorgaben planen, was die Zahl der Personen im Publikum betrifft, wenn zusätzlich noch Maske getragen wird.

Demnach wären auch keine Platzbelegungen nach „Schachbrettmustern“ vorgegeben. Die beiden Staatstheater in Karlsruhe und Stuttgart, heißt es weiter, erarbeiteten nun wie auch andere Kultureinrichtungen im Land auf der Grundlage der neuen Corona-Verordnung ihre auf die örtlichen Verhältnisse zugeschnittenen spezifischen Hygienekonzepte. Dazu gehöre auch die Frage der Auslastung und der Schutzmaßnahmen, wenn Abstände nicht eingehalten werden können, erklärte Bendix Wulfgramm vom Kunstministerium weiter. Bis Mitte September ruht allerdings der Spielbetrieb an den beiden Staatstheatern in Karlsruhe und Stuttgart und auch im Stadttheater Baden-Baden, so dass dort die Entscheidungen, mit wie vielen Zuschauern in die Spielzeiten gestartet wird, gestern noch offen blieb.

Zuschauerzahl im Theater Baden-Baden noch offen

Im Festspielhaus Baden-Baden werden die drei Konzerte der „En Suite“-Reihe bis Ende August (mit Danil Trifonov an diesem Freitag und Mischa Maisky eine Woche drauf) noch unter der 500-Besucher-Regel ablaufen. „Ab dem Start des Herbstprogramms bis Silvester werden wir mehr Karten ausgeben und ins ,große Schachbrettmuster‘ überwechseln“, erklärte der Kommunikationsdirektor des Festspielhauses, Rüdiger Beermann, auf BT-Anfrage. So können rund 1.250 bis 1.300 Plätze besetzt werden. „Wir werden nicht in Vollauslastung gehen, denn die Menschen haben noch ein Sicherheitsbedürfnis“, so Beermann. In rund einer Woche werde sich die neue Verordnung auch im Kartenvorverkauf niederschlagen und könnten mehr Plätze angeboten werden. Momentan würden noch die Wartelisten berücksichtigt. Wenn das Jahresprogramm für 2022 Ende Oktober/Anfang November bekannt gegeben werde, werde es spannend, wie viele Plätze dann besetzt werden könnten – möglicherweise würden dann die Kartenkontingente stufenweise erhöht. Und einen weiteren Schritt hin zur Normalität soll es geben: „Nach der Sommerpause dürfen wir auch wieder Pausen-Gastronomie anbieten“, so Beermann weiter.

Weiterhin würden aber Hygienekonzepte verlangt.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Christiane Lenhardt

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Erstellt:
17. August 2021, 05:00 Uhr
Lesedauer:
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