„Festungssommer“ am Oberrhein

Germersheim (vn) – Mit einem grenzüberschreitenden Projekt im Pamina-Raum sollen 350 Jahre Festungsgeschichte in der Region in den Fokus gerückt werden. Zahlreiche Veranstaltungen sind geplant.

Mit dieser Broschüre wird der „Festungssommer“ beworben: Sie ist in einer Auflage von 100.000 Exemplaren erschienen. Foto: Touristik-Gemeinschaft Baden-Elsass-Pfalz Vis-à-Vis

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Mit dieser Broschüre wird der „Festungssommer“ beworben: Sie ist in einer Auflage von 100.000 Exemplaren erschienen. Foto: Touristik-Gemeinschaft Baden-Elsass-Pfalz Vis-à-Vis

Mehr als 30 Festungs- und Verteidigungsbauwerke, historische Linien und wehrgeschichtliche Museen gibt es im deutsch-französischen Grenzgebiet beiderseits des Rheins. Waren einst so manche meterdicke Gemäuer umkämpft, sind sie heute beliebte Ausflugsziele und dienen dem gegenseitigen Verständnis und der grenzüberschreitenden Begegnung. Diese Aspekte sollen im Rahmen des „Festungssommers Oberrhein 2021“ betont werden.

Diese Veranstaltungsreihe ist Teil einer neuen Initiative im Pamina-Raum. Sie hat das Ziel, „durch die Vernetzung der Festungsanlagen, historischen Verteidigungslinien und Museen ein neues Freizeitangebot für Bewohner und Besucher des Pamina-Raums zu schaffen“, heißt es in einer Mitteilung der Touristik-Gemeinschaft Baden-Elsass-Pfalz Vis-à-Vis. Bürger und Touristen sollen eingeladen werden, die kulturellen Besonderheiten der Grenzregion zu entdecken.

Die Akteure beiderseits des Rheins wollen ein Kooperationsnetzwerk zum Thema „Festungserbe Oberrhein“ schaffen und daraus eine Regionalmarke gleichen Namens zu entwickeln.

Der Vis-à-Vis-Geschäftsführer Gerd Hager ist von dem Projekt überzeugt: „Mit dem Blick durch die Brille der Vergangenheit lässt sich das vereinte Europa noch mehr schätzen“, sagte Hager dieser Tage in der Auftakt-Pressekonferenz in Germersheim.

„Bürgerfest“ in der Bundesfestung Rastatt

Als einer der ersten Schritte wurde eine Übersichtskarte der 30 Partnerstandorte im Pamina-Gebiet erstellt. Sie reicht von Burg Lützelstein und der Zitadelle Bitsch in Westen bis zu den Eppinger Linien im Osten, von der Schloss- und Festungsruine Hardenburg bei Bad Dürkheim im Norden bis zum Westwall-Museumsbunker Emilie in Altenheim westlich von Offenburg.

Für besonders Fleißige gibt es den Stempelpass. Für jeden Besuch kann man sich bis 31. Oktober einen Eintrag geben lassen und an einem Gewinnspiel teilnehmen.

Die in diesem Jahr geplanten Events unter Schirmherrschaft des „Festungssommers Oberrhein 2021“ werden gemeinsam beworben (Internetadressen am Ende des Beitrags). Falls noch Einschränkungen durch die Corona-Pandemie bestehen, erfährt man auf den Seiten den aktuellen Stand.

Sehenswert ist eine Wanderausstellung in verschiedenen Städten des Pamina-Raums. In der Ausstellung werden die Festungsgeschichte der Region und das Projekt vorgestellt. Über das Jahr verteilt, wird es Konferenzen zu verschiedenen Themen geben.

Als krönender Abschluss ist ein „Bürgerfest“ am 10. Oktober in der ehemaligen Bundesfestung Rastatt geplant: mit Führungen, der Ausstellung alter Fahrzeuge, einer Truppenparade in Uniformen, Blaskapellen und vielem mehr.

Das Projekt ist eine Gemeinschaftsorganisation von Vis-à-Vis, des Eurodistrikts Pamina, des Tourismusbüros Germersheim unter Beteiligung des Netzwerks der Kulturroute Festungsmonumente (Forte Cultura) und der 30 Projektpartner. Die Europäische Union kofinanziert Kleinprojekte im Rahmen des Programms Interreg.

www.vis-a-vis-pamina.eu/festungen

www.forte-cultura.eu/Oberrhein

Ihr Autor

BT-Redakteur Volker Neuwald

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Erstellt:
23. April 2021, 09:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 13sec

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