Feuerwehr Altschweier probt mit Atemschutz

Bühl (cid) – Das Interesse der Bevölkerung an der Spätjahreshauptprobe der Freiwilligen Feuerwehr Altschweier war auch nach einem Jahr coronabedingter Pause ungebrochen.

Übung in Altschweier: Die Feuerwehrleute bekämpfen erfolgreich einen angenommenen Brand in einem Wohnhaus. Foto: Christel Dietmeier

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Übung in Altschweier: Die Feuerwehrleute bekämpfen erfolgreich einen angenommenen Brand in einem Wohnhaus. Foto: Christel Dietmeier

Auch die künftigen Floriansjünger, die der neu gegründeten Altschweierer Kinderfeuerwehr angehören, waren neugierige Teilnehmer der Übung.

Abteilungskommandant Matthias Wörther dankte für das große Interesse der Dorfgemeinschaft, begrüßte Ortsvorsteher Manfred Müller, Ortschaftsräte und in Vertretung von Kommandant Günter Dußmann dessen Stellvertreter Frank Ruschmann. Mit Pipsermeldung „F5 Rauchentwicklung im 1. OG, Personen in Gefahr, Objekt Bühlertalstraße 136“ wurde alarmiert. Das Löschgruppenfahrzeug Bühl 1-46-2 unter Gruppenführer Christoph Larisch und Maschinist Klaus Linz rückte als erstes zur Einsatzstelle aus. Zeitversetzt traf der MTW mit der restlichen Mannschaft ein. Im ersten Obergeschoss des Hauses, in dem sich eine Person aufhielt, brannte es.

Bereits auf der Anfahrt rüstete sich der Angriffstrupp mit Atemschutz. Auf den Befehl des Gruppenführers, „Angriffstrupp mit erstem Rohr unter Atemschutz zur Menschenrettung ins 1. OG über die Stahltreppe vor“, drangen vier Atemschutzträger, im Ernstfall unter Einsatz des eigenen Lebens, in das Brandobjekt ein und retteten die vermisste Person. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde eine Überdruckbelüftung durchgeführt, der Angriffstrupp übernahm die Brandbekämpfung.

Zugang über gekipptes Fenster

Weiteres Probeszenario war die Annahme einer bettlägerigen alten Frau im Erdgeschoss unterhalb der Brandwohnung, die sich durch lautes Rufen bemerkbar machte und versorgt werden musste. Da der Zugang über die Brandwohnung und den angrenzenden Laden erschwert war, entschloss sich die Wehr, über ein gekipptes Fenster mit Hilfe von Fensteröffnungswerkzeug in die Wohnung vorzudringen. Ohne Fensterscheiben zu beschädigen, gelang diese Öffnungstechnik. Abschließend erläuterte Abteilungskommandant Matthias Wörther den Zuschauern das Probenszenario und dankte Harry Vollmer für das Brandobjekt.

„Wir sind froh, dass wieder etwas geht, wir hatten aufgrund von Corona 15 Monate fast keine Übungen“, äußerte Frank Ruschmann in seiner Beurteilung, und er stellte fest: „Vom Ablauf her war alles okay.“ Er komme gern nach Altschweier, „in eine Gemeinde, in der die meisten Zuschauer kommen, und ich danke Ihnen für die Wertschätzung unserer Feuerwehrkameraden“. Auch Ortsvorsteher Müller würdigte die Leistung der Wehr und dankte „für eueren Einsatz im Ehrenamt, aber auch für euere vielfältige Unterstützung unserer Dorfgemeinschaft“.

Vom Kreisfeuerwehrverband Rastatt wurde eine Kampagne zur Mitgliedergewinnung gestartet. Dieser Aktion schließt sich auch die Altschweierer Wehr an und lädt Interessierte zu „Schnupper-Besuchen“, jeweils montags um 18.40 Uhr, in das Feuerwehrgerätehaus ein.

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Erstellt:
26. Oktober 2021, 14:00 Uhr
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