Feuerwehr rettet Bewusstlose aus Pellet-Tank

Gernsbach (BT) – Zwei Gernsbacher haben am Samstag versucht, eine Heizungsanlage selbst zu reparieren. Dabei erlitten sie eine Kohlenmonoxidvergiftung.

Die Einsatzkräfte wurden gegen 11 Uhr in den Merkurweg nach Gernsbach alarmiert. Foto: Feuerwehr Gernsbach

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Die Einsatzkräfte wurden gegen 11 Uhr in den Merkurweg nach Gernsbach alarmiert. Foto: Feuerwehr Gernsbach

Wie die Polizei mitteilte, begaben sich die zwei Bewohner eines Anwesens im Merkurweg in das Silo einer Pelletheizung, um diese wieder in Gang zu setzen. Die zwei Männer mussten im Folgenden durch die Luke des Silos von den alarmierten Feuerwehrkräften befreit werden und wurden umgehend vom Rettungsdienst versorgt.

Wie Kommandant Dennis Reiser sagte, war gegen 11 Uhr ein Alarm eingegangen, in dem von zwei bewusstlosen und verschütteten Personen die Rede war.

Vor Ort fanden die Feuerwehrleute zwei bewusstlose Männer in dem unterirdischen Pellet-Tank in etwa zwei bis drei Meter Tiefe vor. Verschüttet waren diese jedoch nicht. Die Rettungskräfte vermuten eine Kohlenstoffmonoxidvergiftung, da sie eine hohe Konzentration dieses Stoffes maßen.

Zwei Rettungshubschrauber, die im Stadion an der Von-Drais-Schule gelandet waren, flogen die bewusstlosen Personen anschließend in zwei Spezialkliniken mit Druckkammern. Wie schwer ihre Verletzungen sind, ist derzeit unklar.

Pallets können ausdünsten

Kommandant Reiser erklärte, dass Pellets ausdünsten können, was in geschlossenen Räumen wie dem unterirdischen Tank zu einer hohen Konzentration von unter anderem Kohlenstoffmonoxid führen kann. Die Feuerwehr saugte das Gas schließlich aus dem Tank ab. Der Bezirkskaminfeger überprüfte die Heizung des Wohnhauses.

Insgesamt waren 35 Feuerwehrleute der Abteilungen Gernsbach, Staufenberg und Gaggenau im Einsatz.

Die Polizei schließt ein Fremdverschulden bislang aus.

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Erstellt:
23. Januar 2022, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
24. Januar 2022, 11:37 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 39sec

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