„Fit“ fürs Abi in Baden-Baden werden

Baden-Baden (sga) – Die Veranstaltungsreihe „Fit fürs Abi“ findet dieses Jahr zum 13. Mal im Theater Baden-Baden statt. Dabei geht es laut den Verantwortlichen auch um die Emotionalität der Stücke.

Freuen sich auf die Schüler: Birga Ipsen und Isabell Dachsteiner (rechts). Foto: Sarah Gallenberger

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Freuen sich auf die Schüler: Birga Ipsen und Isabell Dachsteiner (rechts). Foto: Sarah Gallenberger

Für Birga Ipsen gehören Theaterbesucher nicht vor den Bildschirm, sondern vor die Bühne. Deshalb freut sich die Festivalleiterin von „Fit fürs Abi“, dass die „Sternchenthemen“ dieses Jahr vom 14. bis zum 18. Februar nicht mehr online, sondern vor Ort mit Zuschauern aufgeführt werden können.

Ipsen selbst ist zwar das erste Mal dabei, „Fit fürs Abi“ geht jedoch bereits in die 13. Runde. Solche Veranstaltungen online abzuhalten, könne ja „ganz pfiffig“ sein. Doch so richtig interessant wird die Sache laut Ipsen erst, „wenn durch Klang und Sprache die Bilder entstehen, die durch die reine Interpretation in der Schule nicht greifbar sind“.

Ob wortgewaltige Wettkämpfe beim Poetry Slam „Dead or Alive“ oder dem Überwinden von Lampenfieber beim Powerpoint-Karaoke: „Fit fürs Abi“ soll auch in diesem Jahr wieder die Schüler auf die bevorstehenden Prüfungen vorbereiten – sowohl auf den schriftlichen als auch auf den mündlichen Part.

Für Ipsen ist die Frage dabei immer: „Was für eine Sinnlichkeit steckt dahinter?“ Dahinter, damit meint sie die einzelnen Stücke, um die kein Abiturient herum kommt. Im Theater Baden-Baden sollen deshalb Goethe und Co. für die Besucher greifbar werden. Da ist zum Beispiel „Der Goldne Topf“, der – wie auch „Faust I“ – als klassische Inszenierung aufgeführt wird. Oder die QR-Codes, die an den Bushaltestellen der Linie 201 zwischen Augustaplatz und Bahnhof zu finden sind und auf eine lyrische Reise einladen, die in dem Schauspielhaus weitergeführt werden kann.

„Escape Room“ gut gebucht

Sehr beliebt war beim letzten Mal der „Escape Room“, der laut Isabell Dachsteiner auch dieses Jahr wieder gut gebucht wird. Die Theaterpädagogin kann trotzdem auf ein paar wenige freie Zeitslots verweisen, die noch zur Verfügung stehen.

In jeweils 15 Minuten können dabei kleine Gruppen in „Der Steppenwolf“ oder „Der Verlorene“ ihr Wissen über die Bücher testen, denn laut Dachsteiner „kann nur das Rätsel lösen, wer sich auch intensiv mit dem Buch auseinandergesetzt hat“.

Emotionen soll es auch bei „Der gute Gott von Manhattan“ geben, schließlich geht es bei dem Gastspiel des Landestheaters Tübingen laut Birga Ipsen um die „bedingungslose Liebe“ und „die Erkenntnis, das Sprache nur ein beschränktes Mittel ist“. Deshalb sei es auch sehr gelungen, dass bei dem Stück Musik genutzt werde, um die Emotionalität durch ein anderes Medium „bedingungslos“ werden zu lassen.

Wer als Lehrer und Schüler Lust auf Theater hat, kann noch einzelne Programmpunkte buchen – und bekommt außerdem noch einen passenden Workshop von Dachsteiner dazu, die dann auch persönlich in der Schule vorbeischaut. Vor Ort gelten die allgemeinen Corona-Regelungen.

www.theater-baden-baden.de

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sarah Gallenberger

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Erstellt:
19. Januar 2022, 16:22 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 20sec

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