Fleißige Helfer befreien Landschaft von Müll

Bietigheim (manu) – Zum zweiten Mal haben am Samstag die MÖBS-Gemeinden Muggensturm, Ötigheim, Bietigheim und Steinmauern in einer Bürgeraktion den Müll auf ihren Gemarkungen eingesammelt.

Etwa 250 Bietigheimer lassen sich vom Nieselregen nicht abschrecken und packen fleißig mit an. Foto: Manuela Behrendt

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Etwa 250 Bietigheimer lassen sich vom Nieselregen nicht abschrecken und packen fleißig mit an. Foto: Manuela Behrendt

. Um 9.30 Uhr ging es am Samstag an den Treffpunkten für insgesamt 840 Teilnehmern im Rahmen von „MÖBS räumt auf“ los. Der Zuspruch aus der Bürgerschaft am vernieselten Samstagvormittag war enorm. Ausgestattet mit Eimern, Handschuhen, Müllsäcken und Greifwerkzeugen sowie eingekleidet in wetterfeste Klamotten und Warnwesten schwärmten 140 Muggensturmer, 270 Ötigheimer, 250 Bietigheimer und 180 Steinmauerner auf eine Gesamtfläche von 4.884 Hektar aus, um zwei Stunden lang achtlos Weggeworfenem und illegal Entsorgtem den Kampf anzusagen. „Das ist gelebter Klima- und Umweltschutz“, freute sich der Bietigheimer Bürgermeister Constantin Braun. Und: „Ich bin sehr stolz, dass ganze Familien mit ihren Kindern mitmachen.“ Selbstverständlich werde man bei weiteren MÖBS-Aufräumterminen dabei sein, war aus der ambitionierten Menge zu vernehmen. Hundehaltern sei die Problematik der Wegwerfkultur im öffentlichen Raum gut bekannt, sagte eine Teilnehmerin im BT-Gespräch. „Wenn ich mit meinem Vierbeiner unterwegs bin, nehme ich zum korrekten Entsorgen immer das mit, was ich auf den Wegen sehe; das ist jeden Tag eine ordentliche Menge“. Aus solchen Erfahrungen entstand in der Bietigheimer Runde die Abschätzung, man werde wohl ein überwältigendes Gros an Corona-Masken, Softdrink-Alubeutel mit Strohhalm sowie Fast-Food-Schachteln finden. Seitens der Verwaltung organisierte Martina Schauer vom Jugend-, Familien- und Seniorenbüro mit Bauhofchef Martin Hauns das große Saubermachen in Wald, Flur und innerorts. „Alle Bauhofmitarbeiter sind heute am Start; das ist großartig“.

Bauhoffahrzeuge eskortieren Kolonnen

Sehr beeindruckend war die strukturierte Vorarbeit für die in sieben Arbeitsgruppen eingeteilten Teilnehmer. Eine große Luftaufnahme der Bietigheimer Gemarkung war in der Bauhofhalle aufgespannt. In farblich markierten Eingrenzungen zeigte sie die mit Teamnummern versehenen Gebiete, in denen die Gruppen unterwegs sein sollten. Eine geschlossene Truppe bildeten die Förster; ihnen war der Wald vorbehalten. Die der jeweiligen Kohorte zugewiesene Nummer fand sich zudem an den vor der Halle in Formation gebrachten sieben Bauhoffahrzeugen. Ein Gefährt eskortierte jede „MÖBS räumt auf“-Kolonne, um die Funde zu verladen und mit dubiosen Entdeckungen fachgerecht umzugehen. Besondere Warnungen gab es in Bezug auf Flaschen mit gelblichem Inhalt – das könnte Urin sein. Auch Scherben und scharfen Gegenständen war mit Umsicht zu begegnen. Für den Notfall standen eine DRK-Abordnung sowie ein ortsansässiger Arzt parat. Braun sagte: „Wir haben vorgesorgt, dass wir kleinere Verletzungen wie Schnitte, Abschürfungen oder Knöchelverstauchungen sofort und direkt behandeln können“. Nach der „MÖBS räumt auf“-Bürgerschaftsspezialmission wartete in der Bauhofhalle ein wohl verdienter Imbiss. Heiße Wurst mit Weck, Kaffee, Tee und Erfrischungsgetränke waren die ideale Stärkung für die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer nach der zweistündigen Tour de Force zur gründlichen Säuberung der Landschaft.

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Erstellt:
15. November 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 20sec

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