Flohmarkt im Campuspark lockt viele Besucher an

Baden-Baden (co) – Vom Seemannskoffer bis zum Tomatengeschirr: Der Flohmarktauftakt im Campuspark Baden-Baden lockt viele Besucher an. Rund 70 Händler bieten ihre Waren feil.

Bestes Flohmarktwetter herrscht am Wochenende in der Cité und lädt zum Stöbern, Feilschen und Kaufen ein.  Foto: Conny Hecker-Stock

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Bestes Flohmarktwetter herrscht am Wochenende in der Cité und lädt zum Stöbern, Feilschen und Kaufen ein. Foto: Conny Hecker-Stock

Viele Besucher lieben den Flohmarkt auf dem Campuspark der Euraka wegen seiner Ursprünglichkeit, und es scheinen immer mehr zu werden. Aufgrund der Weitläufigkeit des Geländes wird es nie zu eng, der Umgangston ist heiter, inzwischen gibt es viele Stammgäste.
Das Kruschteln und Stöbern scheint dort so viel Spaß zu machen, dass ein Händler seine Kundschaft schon davon abhalten musste, in seinen Privatsachen weiter zu kramen „so konzentriert waren die bei der Sache“.

Bei der diesjährigen Flohmarktpremiere auf dem Campuspark am Samstag schienen einfach alle gut drauf zu sein, es wurde gescherzt und geschäkert, die Atmosphäre war tiefenentspannt. Beim zweifelnden Blick auf einen schwarzen Overall in grober Netzstruktur griff die Verkäuferin einer jungen Dame mit einem vielsagenden Zwinkern unter die Arme, „am besten mit nix drunter oder höchstens einem Bikini bei der Strandparty“. Für den angestrebten Urlaub wartete ein paar Stände weiter ein überdimensionaler Seemannskoffer, ein riesiger Deckenventilator weckte Sehnsüchte nach Casablanca. Doch vor der Erholung steht die Arbeit, etwa mit einem etwas antiquiert anmutenden elektrischen Rasenmäher, der auch auf einen neuen Besitzer wartete.

Organisator freut sich über „neue Gesichter“

Rosi Breig aus Lichtental ist von Anfang an auf dem Campus-Flohmarkt dabei. Sie mag die freundliche Atmosphäre hier ebenso wie das problemlose Anfahren und Entladen. Bei ihr läuft das Geschäft ebenso wie bei den meisten anderen Händlern sehr gut – „um 9 Uhr hatte ich bereits meine Standmiete wieder raus“, freute sie sich über das rege Interesse. Ihre Zinnsachen sind bereits alle weg, auch Kinderkleidung und Spielsachen gehen gut. Rosi Breig hat nicht das Gefühl, dass die Leute extrem knauserig sind. „Das Handeln gehört ja dazu und macht auch Spaß, aber die Käufer erkennen schon den Wert einzelner Sachen und sind auch bereit, dafür zu bezahlen“, ist ihre Erfahrung. Nur auf ihrem „Tomatengeschirr“ in Knallrot bleibt sie erstmal sitzen, dafür braucht es dann schon einen speziellen Liebhaber.

„Keiner will Autos“, jammert derweil ihr Nachbar vom Stand gegenüber und schiebt seine Blechkarossen besser ins Blickfeld, doch sein Maulen dient nur der Kontaktaufnahme und schnell ist er im Gespräch mit potenziellen Kunden. Wie man denn so etwas Zauberhaftes verkaufen könne, wundert sich eine Besucherin angesichts eines allerliebsten, selbst gebauten Mobiles für den Wickeltisch. Worauf der Vater lacht, seine Kinder seien da inzwischen herausgewachsen „und man muss sich auch mal trennen können, sonst werden die Schränke immer voller“.

Fündig kann hier jeder werden, vom plüschigen Schaukelpferd über eine alte Schreibmaschine bis hin zu verbeulten Milchkannen findet sich alles. Organisator Klaus Scheppe ist sehr zufrieden mit der Resonanz zum Auftakt, es sind deutlich mehr Stände auszumachen als beim letzten Mal. Rund 70 Hobbyhändler, darunter etliche neue Gesichter, haben Küche, Kleiderschränke und Keller geräumt oder wurden oft auch von der Nachbarschaft bedacht, um dieses bunte Treiben auf dem Campus zu ermöglichen.

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Erstellt:
28. Juni 2021, 13:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 29sec

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