Florus: „Wir werden gemeinsam feiern“

Gaggenau (tom) – Zum zweiten Mal sendete Oberbürgermeister Christof Florus Neujahrsgrüße per Video an die Gaggenauer. Denn auch 2022 fällt der Neujahrsempfang in der Jahnhalle wegen Corona aus.

Kamera läuft: Gaggenaus Oberbürgermeister Christof Florus setzt auf eine digitale Variante des Neujahrsempfangs in Form eines Films. Foto: Swantje Huse

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Kamera läuft: Gaggenaus Oberbürgermeister Christof Florus setzt auf eine digitale Variante des Neujahrsempfangs in Form eines Films. Foto: Swantje Huse

In einer Videobotschaft zum neuen Jahr hat sich Oberbürgermeister Christof Florus am Donnerstagabend an die Bürger gewandt. „Wieder können wir nicht in der Jahnhalle gemeinsam auf das neue Jahr anstoßen“, bedauerte das Stadtoberhaupt. Denn der beliebte Neujahrsempfang ist bereits zum zweiten Mal wegen Corona abgesagt worden.

Die Pandemie bestimme weiterhin das Leben, „doch wir haben uns gut aufgestellt“, versicherte Christof Florus und erinnerte an das Corona-Testzentrum in der Jahnhalle, die Testungen in den Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie die verschiedenen Impfaktionen in den Arztpraxen, in Jahnhalle und Rathaus und in der Impfambulanz in Bad Rotenfels.

Lob gab es auch für den Verein Gaggenauer Altenhilfe, dessen Vorsitzender der OB ist. Dort werde „unter extremsten Bedingungen“ der Betrieb aufrechterhalten.

„Aber das Leben und der Zusammenhalt werden immer schwieriger“, verwies Florus auf die Fastnacht, die wiederum nahezu ohne Veranstaltungen stattfindet, oder das Vereinsleben im Allgemeinen.

„Wir werden Millionen in unseren Schulen und Kindergärten investieren“, richtete der Rathauschef den Blick auf die Schulen.

Für Merkurschule, Bernsteingrundschule und Goethe-Gymnasium sind Sanierungen, Umbauten und Erweiterungen geplant.

Viele Bilder und Musik aus der Konserve

Ein Realisierungswettbewerb soll das Schulzentrum Dachgrub und die Sanierung der Realschule voranbringen.

In allen städtischen Schulen und Kindergärten werde es raumlufttechnische Anlagen geben. Auch in die Digitalisierung der Schulen werde weiter investiert.

„Gaggenau wächst. Gaggenau ist eine beliebte Stadt zum Wohnen“, freute sich der OB und verwies auf kommende Neubaugebiete in Hörden, Michelbach, Oberweier, Freiolsheim, Bad Rotenfels und Ottenau.

Im Innenstadt-Quartier „Carree“ werde bereits gebaut.

Unter dem Aspekt „Innenverdichtung“ erwähnte Florus die Bebauung des ehemaligen Holzbau-Hurrle-Areals an der Viktoriastraße sowie die Umwandlung des alten Eisenhöfer-Gebäudes in der nördlichen Innenstadt und das Schwörer-Areal (bei Aldi), auch wenn seit geraumer Zeit von den beiden Letzteren nichts mehr zu hören war.

Besondere Ereignisse werde es im neuen Jahr in Gaggenau geben. Florus verwies auf die Eröffnung des Erweiterungsbaus am Unimog-Museum und die Eröffnung des neuen Waldseebads. „Und wir werden 2022 100 Jahre Stadtrecht gemeinsam feiern. Lassen Sie sich überraschen.“

Auch dieses Mal beendete er seine Neujahrswünsche mit seinem Slogan „Aus Liebe zu Gaggenau.“

Aufgezeichnet wurde das Video nicht wie im Vorjahr auf der Bühne in der leeren Jahnhalle, sondern aus dem Rathaus.

Üblicherweise bereichert die städtische Musikschule den Neujahrsempfang mit Beiträgen. Musik gab es dieses Mal nur als Untermalung aus der Konserve; dazu wurden Bilder und Graphiken gezeigt – passend zu den Inhalten der Rede. 2021 hatten Oliver Grote und Jochen Baier von der Musikschule den Videoauftritt mit Livemusik bereichert, unter anderem mit einem Auszug aus dem Stück 4‘33‘‘ von John Cage. Dieses besteht nur aus Stille. Sie machten so auf die desperate Lage der Kunst- und Kulturbranche aufmerksam. An dieser hat sich kaum etwas geändert.

Der gut sechsminütige Beitrag auf Youtube ist hier zu sehen.

Bericht über die Videobotschaft zum Jahresanfang 2021.

Ihr Autor

BT-Redakteur Thomas Senger

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Erstellt:
13. Januar 2022, 21:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 27sec

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