Förster wird Chefdirigent der Philharmonie

Baden-Baden (BT) – Heiko Mathias Förster wird der neue Chefdirigent der Philharmonie Baden-Baden. Diese Entscheidung des Gemeinderats wurde am Dienstagmittag verkündet.

Hat sich am Dirigentenpult in Baden-Baden gegen die Konkurrenz durchgesetzt: Heiko Mathias Förster hier bei der „Rheinischen Sinfonie“ von Robert Schumann. Foto: Philharmonie

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Hat sich am Dirigentenpult in Baden-Baden gegen die Konkurrenz durchgesetzt: Heiko Mathias Förster hier bei der „Rheinischen Sinfonie“ von Robert Schumann. Foto: Philharmonie

Vorausgegangen waren mehrere Monate der Suche unter erschwerten Bedingungen. Vier Bewerber von insgesamt 80 waren in der Endauswahl. Doch nur einer von ihnen konnte neuer Chefdirigent der Philharmonie Baden-Baden und damit Nachfolger des scheidenden Dirigenten Pavel Baleff werden, der das Orchester im kommenden Jahr verlassen wird.

Am Montagabend hat die Findungskommission nun ihre Empfehlung dem Gemeinderat vorgestellt - und der folgte der Empfehlung des Gremiums. Damit gehen laut einer Mitteilung des Orchesters „viele Monate einer intensiven Beschäftigung mit den Bewerbern zu Ende“.

Viele renommierte Orchester geleitet

Nun ist es Förster geworden: Förster, der 1966 in Crivitz bei Schwerin geboren wurde, hat sich am Dirigentenpult längst einen Namen gemacht – unter anderem war er langjähriger Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen sowie langjähriger Generalmusikdirektor von Klangkörpern in München und Brandenburg. Derzeit ist er Chefdirigent des Prague Royal Philharmonic Orchesters. Förster ist mit der Sopranistin Heike Maria Förster verheiratet und hat zwei Kinder. Derzeit lebt er in Woltersdorf in Brandenburg. Seine Ausbildung absolvierte er beim Konservatorium Schwerin sowie der Spezial- bzw. Hochschule für Musik „Hans Eisler“ in Berlin.

Wie in der Pressekonferenz am Dienstag betont wurde, zeichnen Förster neben seiner musikalischen Kompetenz auch profunde Erfahrungen im Management aus. So habe er in den vergangenen Jahrzehnten circa 4.500 Veranstaltungen geplant, durchgeführt und geleitet. Zudem sehe er die Moderation zum Publikum als einen wichtigen Bestandteil seiner Arbeit.

Brillante Auswahlkonzerte der Bewerber

Zuvor hatten im April und Mai mit einer fünfmonatigen, coronabedingten Verzögerung die Finalkonzerte der vier Bewerber stattgefunden - alle nicht-öffentlich, aber im Internet gestreamt. Die Findungskommission unter Vorsitz von Oberbürgermeisterin Margret Mergen und bestehend aus Vertretern des Gemeinderats, der Stadtverwaltung, der Patronatsgesellschaft und des Orchesters hatte im Vorfeld aus dem 80-köpfigen Bewerberfeld zunächst 15 Kandidaten ausgewählt, die sich dem Orchester in einer Kurzprobe und der Kommission in einem Vorstellungsgespräch präsentiert hatten.

Vier von ihnen hatten sich in der Folge für die finalen Auswahlkonzerte qualifiziert: Timo Handschuh, Carlos Dominguez-Nieto, Michael Güttler und Heiko Mathias Förster. Alle hatten nach Ansicht der Verantwortlichen bei ihren Konzerte brilliert - entsprechend schwer war die Auswahl.

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