Forbach: Große Nachfrage nach Bauplätzen

Forbach (stn) – Für die Baugebiete „Roth“, „Schollenacker“ und „Wilder Birnbaum“ wird eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Grund hierfür ist eine stark gestiegene Nachfrage nach Bauplätzen.

Die Gemeinde Forbach (hier ein Blick vom Ortsteil Gausbach aus) kann sich über steigendes Interesse von Bauwilligen freuen. Foto: Katharina Vogt / Archiv

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Die Gemeinde Forbach (hier ein Blick vom Ortsteil Gausbach aus) kann sich über steigendes Interesse von Bauwilligen freuen. Foto: Katharina Vogt / Archiv

Bauplätze sind in Forbach stark gefragt. Ein zentrales Thema der Sitzung des Forbacher Gemeinderats am Dienstag war deshalb die Entwicklung neuer Baugebiete. Acht Stück wurden bewertet – für drei davon wurde nun eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Betrachtet wurden die acht Gebiete Buss, Glaset/Mühlacker, Schollenacker (alle Forbach), Roth und Gierstein (beide Bermersbach), Eichacker und Klingen (beide Langenbrand) sowie Wilder Birnbaum (Gausbach). Nach einer ersten Vorstellung im Gemeinderat wurde die Firma KBB (Baden-Baden) gebeten, eine Einschätzung zu den durch die Verwaltung benannten Gebieten abzugeben. Abgewogen wurden die jeweiligen Vor- und Nachteile. Anhand derer erfolgte die Einstufung mittels eines Ampelsystems in den Farben grün, gelb und rot. Daraus ergaben sich folgende Bewertungen:

Kategorie „grün“: Schollenacker, Roth und Gierstein.

Kategorie „gelb“: Buss, Eichacker und Wilder Birnbaum.

Kategorie „rot“: Glaset/Mühlacker und Klingen.

Der Gemeinderat sprach sich daraufhin dafür aus, die Gebiete Roth, Schollenacker (beide grün) und Wilder Birnbaum (gelb) näher zu betrachten. In seiner Sitzung am Dienstag hatte das Gremium nun darüber zu entscheiden, ob für mehrere dieser drei Gebiete eine Machbarkeitsstudie durchgeführt werden soll oder nur für eins davon. Mit acht Stimmen – und somit mehrheitlich – hat der Gemeinderat die Machbarkeitsstudie für alle drei Baugebiete (Roth, Schollenacker und Wilder Birnbaum) in Auftrag gegeben.

2021 schon 17 Bauplätze verkauft

Beim Wilden Birnbaum in Gausbach hatte es zuvor Bedenken gegeben. Laut der KBB liege das Gebiet zwar in aussichtsreicher Lage, Kanalanschlüsse und Wasseranschlüsse seien vorhanden. Aufgrund der Lage und der Topografie müsse jedoch mit größerem Aufwand (Zufahrtsstrecke, Wasser, Abwasser) gerechnet werden, der Zweifel an der Wirtschaftlichkeit aufkommen lasse. Wegen des Verkehrslärms durch die B462 wäre zudem ein Lärmgutachten notwendig.

Die Kosten der Studie für die drei Gebiete betragen insgesamt rund 35.000 Euro. Wie aus den Sitzungsunterlagen hervorgeht, ist im Haushalt 2021 kein Ansatz für die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie vorgesehen. Das Gremium hat die Ausgaben daher als außerplanmäßige Mittel bewilligt.

Hintergrund für die Betrachtung möglicher Bereiche für neue Baugebiete ist die stark angestiegene Nachfrage nach Bauplätzen in den Jahren 2020 und 2021. Nachdem zwischen 2010 und 2019 jährlich höchstens ein gemeindeeigener Bauplatz verkauft worden sei (insgesamt sechs in neun Jahren), haben 2020 fünf Bauplätze verkauft werden können. 2021 sei die Nachfrage weiter angestiegen, 17 Bauplätze wurden verkauft. Die Gemeinde kann derzeit nur noch drei verbliebene Bauplätze anbieten.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Nora Strupp

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Erstellt:
22. September 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 12sec

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