Forbach: Kandidat zieht wieder zurück

Von BT-Redakteur Thomas Senger

Forbach (tom) – Rocco Schröder aus Schönmünzach nimmt von einer Bewerbung als Bürgermeister wieder Abstand.

Forbach: Kandidat zieht wieder zurück

Blick über Gausbach auf Forbach mit der Kirche Sankt Johannes Baptista, dem „Murgtal-Dom“ (links). Rechts im Vordergrund die Kirche Seliger Bernhard von Baden, dahinter der Komplex des ehemaligen Krankenhauses. Foto: Katharina Vogt/Archiv

Die Aufgabe als Bürgermeister von Forbach würde ihn durchaus reizen, sagt Rocco Schröder (32) aus Baiersbronn. Deshalb hat er am Wochenende seine Bewerbung als Nachfolger von Noch-Amtsinhaberin Katrin Buhrke bekannt gegeben. Doch am Dienstag hat er von seiner Bewerbung Abstand genommen.

Derzeit keine Bewerbungen

Weitere Bewerbungen liegen derzeit nicht vor, bestätigte die Gemeindeverwaltung auf BT-Anfrage. „Ich habe die Gemeinde Forbach heute darüber informiert, dass ich meine Bewerbung um das Amt des Bürgermeisters zurückziehen werde“, erläuterte er dem Badischen Tagblatt. Als Begründung führt er an: „Aktuell befinde ich mich in der Verwaltungsausbildung (Umschulung als Reha-Maßnahme) und besuche berufsbegleitend eine Fortbildung zum Geprüften Betriebswirt.“ Hierfür habe er viel Zeit und Kraft investiert, „diese beiden Maßnahmen möchte ich regulär beenden“. Nach erneuten Überlegungen sei er somit zu dem Schluss gekommen, dass seine Bewerbung voreilig war.

Schröder stammt aus Ettlingen und hat familiäre Bindungen zu Forbach. Er hat einige Zeit in Bermersbach gewohnt und lebt nun in Baiersbronn-Schönmünzach. Dort ist er im SPD-Ortsverein aktiv und kandidierte 2019 für den Gemeinderat. Darüber hinaus ist er Mitglied im Präsidium des Freiburger Münsterbauvereins. Dies hat mit einem seiner Berufsabschlüsse zu tun: Denn Schröder ist Steinmetz und Steinbildhauer in der Denkmalpflege. Nicht von ungefähr hat er in seinem Facebook-Profilbild den „Murgtal-Dom“, St. Johannes Baptista in Forbach, ins Zentrum gerückt. Darüber hinaus ist er laut eigenem Bekunden Rettungssanitäter. Die Jagd bezeichnet er als sein Hobby.

Das Bürgermeisteramt in Forbach sei für jeden Kandidaten eine Herausforderung, sagt Schröder und verweist auf die angespannte Finanzlage. Diese mache es schwer, Akzente zu setzen. Gleichwohl gehe er davon aus, dass bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 14. Februar qualifizierte Kandidaten mit Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung ihren Hut in den Ring werfen werden. Sollte sich aber abzeichnen, dass sich kein ernsthafter Kandidat bewerben wolle, dann würde Schröder eventuell doch noch seine Bewerbung einreichen. Dies sei aber im Moment kein Thema mehr für ihn: „Ich gehe davon aus, dass sich andere Kandidaten finden.“

Bewerber willkommen

Die Forbacher sind aufgerufen, am Sonntag, 13. März 2022, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Bürgermeisterin Katrin Buhrke zu wählen. Sie kandidiert nicht für eine zweite Amtszeit. Die erste Veröffentlichung der Stellenanzeige im Staatsanzeiger Baden-Württemberg war am Freitag, 17. Dezember. Bewerbungen können seit dem Folgetag der Ausschreibung, also 18. Dezember, bis zum 14. Februar, 18 Uhr, eingereicht werden. Falls am 13. März kein Kandidat die absolute Mehrheit erhält, wäre ein eventueller zweiter Wahlgang am Sonntag, 3. April.

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