Forbach: Schritt zum Breitbandausbau

Forbach (mm) – Der Breitbandausbau war Thema im Gemeinderat in Forbach. Die Mitglieder verfolgten die Ausführungen von Silvia Lenz, die das Konzept von Unsere Grüne Glasfaser (UGG) vorstellte.

Im Forbacher Gemeinderat gibt es Informationen zum Breitbandausbau. Foto: Uwe Anspach/dpa

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Im Forbacher Gemeinderat gibt es Informationen zum Breitbandausbau. Foto: Uwe Anspach/dpa

Das Unternehmen bietet einen für die Gemeinde kostenfreien Breitbandausbau bis in die Gebäude (FTTH) in den bisher nicht ausgebauten Bereichen von Forbach, Gausbach, Bermersbach und Langenbrand an. Einstimmig beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, eine Absichtserklärung für die Umsetzung vorzubereiten. Diese wird dann wieder im Ratsgremium vorgestellt.

Ausbau von Glasfasernetzen

Das Unternehmen UGG ist ein Joint Venture der Allianz und der spanischen Telefongesellschaft Telefónica, das Glasfasernetze in unterversorgten ländlichen Gebieten in ganz Deutschland ausbauen will. Telefónica ist Anbieter von Breitband-, Festnetz- sowie Mobilfunktelekommunikation und agiert in Deutschland unter der Marke O2.

Der Ausbau erfolgt als offene Infrastruktur und steht auch anderen Internet-Anbietern zur Verfügung, UGG trägt die Kosten. Eine Mindestanzahl von vorab vertraglich zugesicherten Hausanschlüssen sei nicht erforderlich, erläuterte Lenz. Hausanschlüsse, die beim Ausbau hergestellt würden, seien kostenfrei, sofern ein Vertrag mit O2 abgeschlossen wird. Die Kosten für einen Hausanschluss während der Bauphase ohne vertragliche Bindung beginnen bei rund 650 Euro.

Lenz wies auf die schnelle Umsetzbarkeit hin. Etwa acht Wochen würde es dauern von der Zustimmung der Gemeinde bis zum Baubeginn für das Glasfasernetz. Die Bauphase selbst wird mit sechs bis neun Monaten angegeben. Mehrere Teams würden gleichzeitig in den Ortsteilen arbeiten und nur so viele Gräben täglich für die Leitungsverlegung öffnen, wie im Verlauf des Tages auch weder geschlossen werden können. Die Sperrung von Gehwegen und Teilbereichen von Straßen sei dazu erforderlich. Mit einer Vorstellung der Grobplanung am Beispiel Bermersbach erläuterte Lenz die Vorgehensweise.

Schnelle Umsetzbarkeit

Die Vorteile des Projekts gegenüber dem Ausbau mit Förderung durch Bund und Land sieht die Gemeindeverwaltung in der schnelleren Umsetzbarkeit und dem Wegfall des Eigenanteils der durch eine Förderung nicht gedeckten Kosten. Im Gegenzug erhält die Gemeinde allerdings auch keine finanziellen Mittel für die spätere Nutzung der Infrastruktur durch einen Internet-Anbieter. Dies wäre bei einem kommunalen Datennetz möglich. Auch sei bei den Tiefbauarbeiten – bedingt durch die teilweise beengten Straßenverhältnisse in Forbach – mit erheblichen Behinderungen zu rechnen. Ähnlich wie in Hundsbach, Herrenwies und Erbersbronn, den alten Ortsteilen, würden Bauabschnitte nur unter Vollsperrung der Straßen umsetzbar sein.

Die nächsten Schritte sind die Konkretisierung der Ausbaupläne, die Abstimmung mit allen Beteiligten zur Vorbereitung einer Zustimmung des Gemeinderats sowie die Unterzeichnung einer gegenseitigen Absichtserklärung.

Ihr Autor

BT-Redakteur Markus Mack

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Erstellt:
20. Oktober 2021, 16:51 Uhr
Lesedauer:
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