Forbach: Wärme für Schule und Sporthalle

Forbach (mm) – Einen Sachstandsbericht zur Sanierung der Klingenbachschule erhielt der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend.

Die Klingenbachschule ist saniert. Eine neue Heizung fehlt noch.  Foto: Raimund Götz

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Die Klingenbachschule ist saniert. Eine neue Heizung fehlt noch. Foto: Raimund Götz

Die Bauarbeiten, mit Ausnahme der Erneuerung der Heizzentrale, sind bis auf einige Reste größtenteils abgeschlossen. Die Verwaltung schlägt vor, zur Erneuerung der Heizung von Schule und Sporthalle eine Pelletheizung mit Lager im „Hofzimmer“ (das über dem Heizungsraum liegt) zu realisieren.

Die Sanierungsarbeiten wurden im Wesentlichen während der Ferien erledigt. Diese waren „nicht immer einfach“, berichtete Ortsbaumeister Oliver Dietrich im Rat. Die letzten Maßnahmen erfolgen nun in den kommenden Sommerferien. Das Projekt hatte nach der Kostenschätzung aus dem Jahr 2018 ein Gesamtvolumen von 1,2 Millionen Euro. Der überwiegende Teil der Arbeiten ist inzwischen abgerechnet. Nach derzeitigem Stand sei mit Ausgaben von 1,25 Millionen Euro zu rechnen. Die Mehrkosten resultierten aus notwendigen Zusatzarbeiten während des Umbaus, so Dietrich.

Pelletanlage und Gastherme

Die Erneuerung der Heizzentrale für Schule und Sporthalle steht noch an. Geplant ist der Einbau einer Pelletanlage (250 KW) und einer Gastherme (200 KW) zur Spitzenlastabdeckung. Die Gastherme ist erforderlich, um über die Heizzentrale auch die Sporthalle zu versorgen. Das Gebäude ist noch nicht energetisch saniert. Das Pelletlager sollte als Zisterne vor den Heizraum gesetzt werden. Dieser Plan wird wegen der hohen Kosten aber nicht weiter verfolgt. Der Beschluss im Rat dazu erfolgte einstimmig.

Alternativen wurden geprüft. Eine deutliche Kostenminimierung könnte erreicht werden, wenn das über dem Heizraum liegende „Hofzimmer“ zum Pelletlager umfunktioniert wird. Diese Variante fand die Zustimmung im Rat.

Die Gesamtkosten sind mit 670.000 Euro kalkuliert, der Gemeindeanteil beträgt 459.500 Euro. Für eine reine Gasheizung sind Kosten von 562.000 Euro veranschlagt, der kommunale Anteil beträgt 489.000 Euro. Trotz höherer Investitionskosten ist der Gemeindeanteil bei der Pelletheizung wegen höherer Zuschüsse geringer, erläuterte der Ortsbaumeister.

Antrag auf BAFA-Zuschuss

Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, die Variante Pelletheizung mit Lager im „Hofzimmer“ weiterzuverfolgen und den entsprechenden Zuschussantrag zur Bundesförderung für effiziente Gebäude beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrollen (BAFA) zu stellen. Mit einem BAFA-Zuschuss können auch der Rückbau des Heizöltanks und die Erneuerung der Heizleitungen zur Sporthalle gefördert werden. Die Kosten und Zuschussanteile müssen im Haushaltsjahr 2022 neu veranschlagt werden.

Bei der Zisternen-Variante hätte die Möglichkeit bestanden, den Schulhof neu zu gestalten, merkte Werner Schoch (CDU) an. Gleichwohl sehe er die günstigere Kostensituation bei der vorgeschlagenen „Hofzimmer“-Variante. Sabine Reichl (CDU) fragte nach der Lagerkapazität. Vierteljährlich müssten Pellets angeliefert werden, antwortete Dietrich. Dies sei aber problemlos möglich.

Hubert Reif (Grüne) sprach sich gegen den Einbau einer Gasheizung mit fossilen Brennstoffen und für die Pelletanlage aus. Auch solle die Möglichkeit für eine Photovoltaik-Anlage auf dem Schulhausdach geprüft werden. Die Voraussetzungen dafür seien nach der erfolgten Sanierung gegeben, informierte der Ortsbaumeister.

Ihr Autor

BT-Redakteur Markus Mack

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Erstellt:
14. Juli 2021, 16:00 Uhr
Lesedauer:
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