Forbach verzichtet auf Weihnachtsmarkt

Forbach/Gaggenau (mm/uj) – In Forbach wird es in diesem Jahr nach einstimmigem Votum des Gemeinderats keinen Weihnachtsmarkt geben. Gaggenau sagt seinen Adventsmarkt dagegen vorerst nicht ab.

Ein kulturelles Rahmenprogramm (wie im vergangenen Jahr das Abschlusskonzert in Gaggenau mit den „Moonlights“) dürfte auf dem Adventsmarkt 2020 nicht durchführbar sein. Foto: Thomas Senger/Archiv

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Ein kulturelles Rahmenprogramm (wie im vergangenen Jahr das Abschlusskonzert in Gaggenau mit den „Moonlights“) dürfte auf dem Adventsmarkt 2020 nicht durchführbar sein. Foto: Thomas Senger/Archiv

Derzeit seien keine Aussagen möglich, in welcher Größenordnung Veranstaltungen im Dezember aufgrund der Corona-Pandemie gemacht werden können. Darauf verwies Forbachs Bürgermeisterin Katrin Buhrke in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. Barbara Ruckenbrod (FWG), Harald Mungenast (SPD), Margrit Haller-Reif (Grüne) und Werner Schoch (CDU) sprachen sich für ihre Fraktionen für ein Aussetzen des Markts aus.

Bis 31. Oktober sind Veranstaltungen über 500 Teilnehmer verboten. Aber auch bei weniger Besuchern ist ein umfangreiches Hygienekonzept zu erstellen, das die üblichen Vorgaben wie die Einhaltung des erforderlichen Mindestabstands, erhöhte Hygienestandards, Zutrittsbeschränkungen und Teilnahmeverbote, Maskenpflicht sowie die Kontaktnachverfolgung sicherstellt.

Seitens der kommunalen Landesverbände wird derzeit geprüft, ob und wie solche Weihnachtsmärkte möglicherweise durchgeführt werden können. Eine abschließende Prüfung oder Empfehlung liegt noch nicht vor, letztendlich werde die Entwicklung der Fallzahlen kurzfristig über die Umsetzung entscheiden.

An die Durchführung solcher Märkte werden vom Gesundheitsamt hohe Anforderungen an die Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene gestellt. Diese müssen in Pandemie-Zeiten in weit höherem Maße eingehalten werden. Insbesondere die Versorgung der Marktstände mit Wasser in Trinkwasserqualität sei unverzichtbar. Insgesamt sind für das Vorhalten einer ordnungsgemäßen Trinkwasserversorgung für den Betrieb des Markts mindestens 5.000 Euro zu veranschlagen, bei einer höheren Teilnehmerzahl auch mehr.

Der Weihnachtsmarkt 2019 erwirtschaftete ein Minus von rund 6.550 Euro. Bei einer Durchführung in diesem Jahr kalkuliert die Verwaltung aufgrund der erforderlichen Anschaffungen mit rund 11.600 Euro – eine Summe, die mit dem erfolgten Votum eingespart wird.

Vorerst keine Absage des Adventsmarkts in Gaggenau

In drei Monaten wäre in Gaggenau die Eröffnung, sofern der Adventsmarkt wie geplant vom 27. November bis zum 13. Dezember stattfinden sollte. Doch das ist momentan mehr als ungewiss. Die steigenden Corona-Infektionszahlen könnten einen Strich durch die Rechnung machen. „Vorerst wird der Adventsmarkt in Gaggenau nicht abgesagt“, heißt es auf BT-Anfrage aus dem Rathaus. Allerdings werde dieser nicht in gewohnter Art und Weise stattfinden können, sondern mit Einschränkungen.

Wie diese konkret aussehen und wie ein Adventsmarkt im Kleinen stattfinden kann, darüber werde aktuell noch beraten. „Generell gilt es, die weiteren Corona-Entwicklungen abzuwarten.“ Ende Juli hatte Oberbürgermeister Christof Florus in einer Gemeinderatssitzung erklärt, dass man aufgrund der derzeitigen Situation davon ausgehen müsse, dass der Adventsmarkt in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden könne. Das Wirtschaftsministerium hatte seinerzeit bekannt gegeben, dass eine Regelung für die Öffnung von Märkten erarbeitet werde. Es sei dabei davon auszugehen, dass weiterhin grundsätzliche Hygiene- und Abstandsregelungen vorgegeben werden. Vor diesem Hintergrund dürfte ein kulturelles Rahmenprogramm, insbesondere ein großes Abschlusskonzert, nicht durchführbar sein, so der OB, der damals auch sagte: „Gemeinsam mit den bisherigen Akteuren wollen wir ein Alternativprogramm für die Vorweihnachtszeit erarbeiten. Hierzu haben bereits die ersten Gespräche stattgefunden.“


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