Forbacher Schule offiziell „Naturparkschule“

Forbach (ans) – Die Klingenbachschule in Forbach ist jetzt offiziell eine von vier „Naturparkschulen“ im Murgtal. Am Mittwoch hat die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags im Schulhof stattgefunden.

Unterstützen die Naturparkschule: Andreas Balensiefen, Manuela Riedling, Verena Viviani, Helge Rieger, Margit Karcher und Katrin Buhrke (von links). Foto: Anna Strobel

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Unterstützen die Naturparkschule: Andreas Balensiefen, Manuela Riedling, Verena Viviani, Helge Rieger, Margit Karcher und Katrin Buhrke (von links). Foto: Anna Strobel

Direkt vor der Haustür die Umgebung erkunden, kulturelle Besonderheiten und naturnahe Themen entdecken – das ermöglicht das Projekt Naturparkschulen des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord im Rahmen von Unterrichtsmodulen. Vertreter der Klingenbachschule, des Naturparks und der Forbacher Stadtverwaltung haben am Mittwoch eine Kooperationsvereinbarung dafür unterzeichnet.

Es sei lange ihr Wunsch gewesen, eine Naturparkschule in Forbach zu etablieren, erläuterte Bürgermeisterin Katrin Buhrke. Denn „wo passt das besser hin als nach Forbach?“, lachte sie. Nun sei der lange Weg dahin abgeschlossen. Nach der schwierigen Zeit sei es für die Schüler toll gewesen, im Sommer draußen Projekten nachgehen zu können. Auch für das kommende Jahr seien bereits Module geplant, ergänzte Hauptamtsleiterin Margit Karcher.

„Die Naturparkschulen sind ein Schulentwicklungsprogramm“, zeigte Umweltpädagogin und Projektmanagerin Manuela Riedling auf. Es soll Schulen dabei unterstützen, im Freien praxisnah die heimatliche Umgebung zu erkunden. Die Forbacher Grundschule ist die vierte Naturparkschule im Murgtal. Insgesamt haben bisher 13 Bildungsstätten den Kooperationsvertrag unterschrieben. „Ich prognostiziere, dass bis Ende 2022 über 20 Schulen dabei sein werden“, schätzte Riedling.

Projekte werden klassenübergreifend bearbeitet

Die Projekte werden in allen Klassenstufen bearbeitet. In diesem Jahr haben sich die Schüler in Forbach beispielsweise bereits mit dem Bach als Lebensraum und Energiequelle auseinandergesetzt. „Außerdem haben die Kinder Waldgeister aus Naturmaterialien gebastelt, die bald am Sagenweg aufgestellt werden sollen“, teilte Schulleiter Helge Rieger mit. „Einfach zum Verlieben“, schwärmte Hauptamtsleiterin Karcher, als sie die kleinen Wesen genauer in Augenschein nahm. „Einer der Waldgeister erinnert mich an die Olchis aus der Kinderbuchreihe“, bemerkte die Lehrerin Verena Viviani, die als Ansprechpartnerin für das Kollegium für den reibungslosen Austausch zwischen Naturpark und Schule sorgt.

Die Waldgeister sollen am Sagenweg aufgestellt werden. Foto: Anna Strobel

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Die Waldgeister sollen am Sagenweg aufgestellt werden. Foto: Anna Strobel

„Es geht darum, nicht nur das Vergangene zu sehen, sondern auch in die Zukunft zu schauen, zu bewerten, einzuordnen und eigene Ideen zu entwickeln“, schilderte Riedling das wesentliche Ziel der Unterrichtsmodule. Wichtig sei dabei ein fächerübergreifender Ansatz.

Auch aktuell laufen Projekte an der Klingenbachschule. Im Schulgarten wolle man – „wenn möglich noch vor dem Winter“ – einen Apfelbaum pflanzen, sagte Verena Viviani mit Blick auf die nächsten Tage. Zudem sei eine Ausstellung für die Eltern geplant, sobald es die Corona-Lage zulasse.

Die Naturparkschulen fördern unter anderem Gespräche mit Kooperationspartnern wie Obst- und Gartenbauvereinen oder Imkern, schilderte die Umweltpädagogin Riedling. Die Projekte sollen junge und alte Menschen zusammenbringen, erläuterte Rieger weiter. Der Nachhaltigkeitsgedanke beschränke sich nicht nur auf die Umwelt, sondern beziehe sich auch auf die Bevölkerung. Es sei wichtig, dass man „generationenübergreifend zusammenarbeitet“.

Ihr Autor

BT-Volontärin Anna Strobel

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Erstellt:
24. November 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

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