Freie Fahrt durchs Flößerdorf

Steinmauern (sawe) – Mit dem Abschluss des dritten Bauabschnitts ist die Hauptstraße in Steinmauern vollständig saniert. Die viermonatige Vollsperrung der Ortsdurchfahrt kann aufgehoben werden.

Das letzte Stück der Hauptstraße ist saniert: Bürgermeister Toni Hoffarth (Zweiter von rechts) geht zusammen mit Vertretern von Firma, Ingenieurbüro und Landratsamt die Strecke ab. Foto: Sabine Wenzke

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Das letzte Stück der Hauptstraße ist saniert: Bürgermeister Toni Hoffarth (Zweiter von rechts) geht zusammen mit Vertretern von Firma, Ingenieurbüro und Landratsamt die Strecke ab. Foto: Sabine Wenzke

Im Landkreis Rastatt gibt es eine Baustelle weniger: Vier Monate war die Ortsdurchfahrt in Steinmauern gesperrt, im Laufe des späten Dienstagnachmittags soll sie wieder für den Verkehr freigegeben werden. Rund 950.000 Euro hat die Gemeinde für den dritten Bauabschnitt der Hauptstraße im Haushalt veranschlagt, die nun durchgängig saniert und technisch wie optisch auf den neuesten Stand gebracht worden ist. Da es sich um eine Kreisstraße handelt, steuert der Landkreis rund 97.500 Euro bei.

Arbeiten auf 330 Meter Länge

Auf dem 330 Meter langen Teilstück, das sich von der Ortseinfahrt aus Richtung Rastatt bis fast zur Gartenstraße erstreckt, wurden die Gehwege verbreitet und die Fahrbahn verschmälert. Sie ist nun bis zum Rathaus durchgängig sechs Meter breit und bietet in ihrer Gestaltung ein einheitliches Bild. Der Fahrbahnbelag wurde komplett saniert, eine neue Wasserleitung und Glasfaserleerrohe wurden verlegt und sanierungsbedürftige Schmutz- und Regenwasseranschlüsse erneuert. Hinzu kamen eine Gasleitung, neue Vodafone-Kabel und Stromkabel im südlichen Gehweg durch einen örtlichen Versorger.

Ursprünglich sollten nur die Schadstellen beseitigt werden, erinnerte Bürgermeister Toni Hoffarth am Montagmorgen bei der technischen Vorabnahme im Beisein von Vertretern von Baufirma, Ingenieurbüro, Landratsamt und Gemeindeverwaltung. Und ließ auch nicht unerwähnt, dass ebenfalls das 40 Jahre alte Straßenbeleuchtungskabel sowie die Straßenbeleuchtung erneuert wurden. Bisher war nur eine Straßenseite mit alten Leuchten ausgestattet, die den gegenüberliegenden Gehweg mit ins rechte Licht gesetzt hatte. Außerdem wird es künftig etwas grüner werden im Ort: Acht Baumbeete sind vorbereitet, dort werden im Oktober Linden gesetzt.

Tempo 30 noch in diesem Jahr

Und noch in diesem Jahr, Hoffarth rechnet mit November, soll dann Tempo 30 eingeführt werden, wie der Gemeinderat beschlossen hat. Dreieinhalb Monate waren für die Straßensanierung mit Tiefbauarbeiten angesetzt, „vier Monate und drei Tage“, so hat Hoffarth gezählt, hat sie letztendlich gedauert. Der Bürgermeister nannte zwei Gründe für die leichte Verzögerung: Es habe viel geregnet, sodass die Bauarbeiten zeitweise unterbrochen werden mussten, zudem hatten die Anwohner die Möglichkeit, auf ihrem Privatgrundstück auf eigene Kosten ihren Wasserhausanschluss erneuern sowie Gas- und Glasfaseranschlüsse verlegen zu lassen. Davon hätten mehr als erwartet Gebrauch gemacht.

Relativ wenige Beschwerden

Die Vollsperrung einer Ortsdurchfahrt mit ihren erforderlichen Umleitungen sei immer nervend, meinte Hoffarth, dennoch habe es relativ wenige Beschwerden gegeben. Die Anwohner hätten Verständnis gezeigt und viel Geduld bewiesen, wofür er sehr dankbar sei. Manche hätten auch Lagerflächen für Baumaterial auf ihren Grundstücken zur Verfügung gestellt.

Am Montag rollten zwar noch Bagger auf der Strecke, aber die Maßnahme, die insgesamt reibungslos verlief, wie sich der Ortsobere freute, sei so gut wie beendet. Nur noch einige Nacharbeiten stünden an wie etwa Fugenschneiden. Außerdem fehlen noch die Leuchten auf einer Straßenseite. Sobald die Kehrmaschine am Dienstag ihren Dienst versehen hat, werden die Absperrungen weggeräumt. Und dann heißt es wieder: Freie Fahrt durchs Flößerdorf.


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