Freude über JRK-Zeltlager in Eisental

Bühl (nad) – Beim diesjährigen Zeltlager des Jugendrotkreuz (JRK) in Eisental wird ein Prinz entführt und von tapferen Ritterinnen gerettet. Trotz Spiel und Spaß ist Heimweh ein großes Thema.

Endlich wieder Zeltlager: Stefanie Haas, Felix Brenneisen, Milena Kist, Christina Werner und Nicole Vogler (von rechts) freuen sich über die gelungene Woche in Eisental. Foto:Natalie Dresler

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Endlich wieder Zeltlager: Stefanie Haas, Felix Brenneisen, Milena Kist, Christina Werner und Nicole Vogler (von rechts) freuen sich über die gelungene Woche in Eisental. Foto:Natalie Dresler

Viele bunte Spiele rund um das Thema Mittelalter erwarten die 85 Kinder im Zeltlager des Jugendrotkreuz (JRK), das nach der digitalen Version 2020 zur Freude der Kinder und Betreuer in diesem Jahr wieder in Eisental stattfindet.„Mit Schwert und Schleier eine Woche im Mittelalter“ – so lautet das diesjährige Motto des Zeltlagers, das vom 30. Juli bis 7. August stattfindet. Zwar können coronabedingt statt der sonst 150 nur 85 Kinder das Zeltlager des JRK erleben, aber die Freude darüber, dass es überhaupt stattfinden darf und die Tradition des JRK zum 36. Mal fortgeführt werden kann, ist bei allen Beteiligten groß.

So wurde im Januar beschlossen, dass „gepokert“ wird, und das Organisationsteam hat mit der Planung des JRK-Zeltlagers begonnen, erzählt Kreisjugendleiterin Stefanie Haas. Pokern deshalb, da zu diesem Zeitpunkt niemand wusste, ob das Zeltlager ein halbes Jahr später tatsächlich in dieser Form stattfinden könne oder ob man doch wieder auf die bereits 2020 durchgeführte digitale Version zurückgreifen müsse. Alles war bis zur letzten Minute abhängig vom Inzidenzwert im Landkreis Rastatt – letztlich ließ dieser den Zeltlager-Spaß für die sechs bis 15 Jahre alten JRK-Mitglieder zu. „Es ist schön, die Kinder wieder da zu haben“, freut sich Haas, die bereits zum elften Mal als Leitung dabei ist.

Die Schinken-Makkaroni kommen gut an: Stefan Steinel bekocht die Kinder im Zeltlager. Foto:Natalie Dresler

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Die Schinken-Makkaroni kommen gut an: Stefan Steinel bekocht die Kinder im Zeltlager. Foto:Natalie Dresler

Insgesamt rund 30 Betreuer kümmern sich um Spiel und Spaß für die Kinder, bekochen sie mit Leckereien wie Hamburger oder Spaghetti und müssen in diesem Jahr zusätzlich „alles und ständig“ desinfizieren und sowohl sich selbst als auch die Kinder alle zwei Tage auf das Corona-Virus testen. Felix Brenneisen, Vorstand im DRK-Kreisverband Bühl-Achern, bedankt sich bei seinem Besuch auf dem Zeltplatz in Eisental für das „ganz tolle ehrenamtliche Engagement“ der Helfer, die alles organisieren, sich Jahr für Jahr ein neues Motto und Programmpunkte überlegen und teilweise sogar ihre Urlaubstage „opfern“, um den Kindern eine schöne Lagerwoche zu ermöglichen. Und die haben die Kids und Teens ganz bestimmt, wenn man sich die Liste an Aktivitäten mal so anschaut: Besuch einer Ritterschule, um sich für den Kampf gegen Drachen vorzubereiten, Nachtwanderung, Ausflug in den Neuweierer Wald, Lagerfeuer mit Stockbrot, Disko, Chaosspiel mit Goldtalern und Sandburg bauen – Naturabenteuer und Spaß pur.

Bisheriger Höhepunkt war laut Gruppenleiterin Milena Kist ein Nachtgeländespiel mit Knicklichtern, denn diese seien immer ein Highlight, egal ob für Jung oder Alt. Das aktuelle recht wechselhafte Wetter sei kein Problem, sondern eigentlich für die Aktivitäten sogar „angenehmer“, da richtig heiße Sommertage in den letzten Jahren die Programmgestaltung laut Kist nicht gerade einfacher gemacht haben. Und was hat es mit dem entführten Prinzen und den tapferen Ritterinnen auf sich? „Wir haben den Spieß umgedreht: Wir haben keine Ritter, sondern Ritterinnen und wir retten den Prinzen und keine Prinzessin“, erklärt sie die Spiele rund um das Motto – so sind das Mittelalter und die Neuzeit quasi miteinander vereint.

In einem Punkt sind sich alle einig: Es tut den Kindern gut, mal wieder zusammen draußen zu sein und im Zeltlager ein paar schöne Tage miteinander zu verbringen. Doch der lange Lockdown ist laut Haas nicht spurlos an den Kindern vorbei gegangen. „Heimweh ist dieses Jahr ein großes Thema. Man merkt, dass Mama und Papa fehlen“, erklärt sie und führt das auf die Monate der Isolation zu Hause zurück.

Ihr Autor

BT-Volontärin Natalie Dresler

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Erstellt:
3. August 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 44sec

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