Früherer Corona-Impftermin für Lebenshilfe?

Gaggenau (stn) – Die Lebenshilfe Kreisvereinigung Rastatt/Murgtal bittet die Behörden in einem Brief darum, Menschen mit Behinderung in eine höhere Impfgruppe einzustufen.

Aufgrund des erhöhten Ansteckungsrisikos, wie etwa in den Murgtal-Werkstätten in Ottenau, hofft die Lebenshilfe auf einen früheren Impftermin. Foto: Christiane Vugrin/Lebenshilfe

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Aufgrund des erhöhten Ansteckungsrisikos, wie etwa in den Murgtal-Werkstätten in Ottenau, hofft die Lebenshilfe auf einen früheren Impftermin. Foto: Christiane Vugrin/Lebenshilfe

Während im Gerhard-Eibler-Haus, im Oskar-Scherrer-Haus und im Helmut-Dahringer-Quartiershaus der Gaggenauer Altenhilfe bereits fleißig gegen Corona geimpft wird, liegen der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal noch keine Informationen vor, wann Bewohner und Mitarbeiter mit der Impfung an der Reihe sind. Das bestätigte Martin Bleier, Geschäftsführer der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal, auf BT-Nachfrage.

Es gebe noch keinen Impftermin für die Mitarbeiter und Menschen mit geistiger Behinderung, die bei der Lebenshilfe Kreisvereinigung Rastatt/Murgtal wohnen oder angestellt sind. Denn Menschen mit geistiger Behinderung zählen nicht zur Gruppe 1 der Impfverordnung, sondern zur zweiten Gruppe. Wann diese jedoch geimpft wird, steht noch nicht fest.

Mit dieser Ungewissheit möchte sich die örtliche Lebenshilfe jedoch nicht zufriedengeben und geht deshalb nun in die Offensive: „Wir versuchen gerade, in der Priorität weiter nach oben zu kommen“, erläuterte Bleier. „Wir haben vergangene Woche dem Kreisimpfzentrum, dem Gesundheitsamt und dem Landratsamt einen Brief geschrieben und ihnen darin unsere Sicht der Dinge dargelegt.“

Zu wenig Impfstoff vorhanden

In den Wohnheimen und den Werkstätten gebe es nach wie vor regelmäßige Begegnungen, weshalb die Bewohner und Mitarbeiter einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, argumentiert Bleier. Eine Antwort auf ihren Brief erhielt die Lebenshilfe von einem Mitarbeiter des Sozialamts. „Man teilte uns mit, dass man versuche, es einzurichten, dass aber nach wie vor die gesetzlich festgelegte Priorität bei den Impfungen gilt“, erläutert Bleier. In dem Brief sei zudem darauf hingewiesen worden, dass zu wenig Impfstoff vorhanden sei, wenn man die Prioritäten ändern würde. „Dafür habe ich auch Verständnis“, sagt Bleier.

Insgesamt sind es über 500 Menschen mit Behinderung, die in den Einrichtungen der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal wohnen oder tätig sind und von einem früheren Impftermin profitieren könnten.

Ihr Autor

BT-Volontärin Nora Strupp

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Erstellt:
12. Februar 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

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