Früherer „Penny“ als Winter-Probequartier im Visier

Ötigheim (as) – Im Telldorf trägt sich die Gemeindeverwaltung mit dem Gedanken, das alte „Penny“-Gebäude den Vereinen zur Verfügung zu stellen, um coronafeste Bedingungen zu ermöglichen.

Genug Platz wäre im alten Ötigheimer Penny-Markt: Die Gemeinde prüft, ob die kulturellen Vereine dort im Corona-Winter proben können. Foto: Groß/Archiv

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Genug Platz wäre im alten Ötigheimer Penny-Markt: Die Gemeinde prüft, ob die kulturellen Vereine dort im Corona-Winter proben können. Foto: Groß/Archiv

Coronabedingte Hygieneauflagen und Abstandsregelungen bereiten den kulturellen Vereinen mit Blick auf die Wintersaison Kopfzerbrechen – nicht nur in Ötigheim. Konnte man dort im Sommer im großzügigen Foyer der Freilichtbühne im Freien proben, sind die Räumlichkeiten beispielsweise in der alten Schule zu klein für eine Musik- oder Gesangvereinsprobe unter Coronaauflagen. So kommt im Telldorf nun eine ganz neue Variante ins Gespräch: Der leer stehende Penny-Markt.
„Wir prüfen derzeit, ob das Gebäude dafür geeignet ist“, bestätigt Bürgermeister Frank Kiefer auf BT-Anfrage. Die Idee sei aufgekommen, weil man allen Vereinen in der bevorstehenden kalten Jahreszeit Probemöglichkeiten anbieten will, erklärt Kiefer. Denn wenn die kulturellen Vereine in der Corona-Zeit wegen der Gruppengröße auch noch Probemöglichkeiten in der Brüchelwald- oder Mehrzweckhalle benötigen würden, kämen wiederum die sporttreibenden Vereine in Bedrängnis, weil man sich arrangieren müsste, befürchtet die Gemeindeverwaltung Verwerfungen. Die Sportvereine planen bereits, ihre Gruppen zu verkleinern, um dem Infektionsschutz Rechnung zu tragen. So sollen einige aufgeteilt werden und in kleineren Einheiten nur alle zwei oder drei Wochen trainieren, wie Klaas Wegmann aus dem TGÖ-Vorstand erläutert.

Positive Rückmeldung

Der leer stehende, 700 Quadratmeter große frühere Penny in der Industriestraße, auf dessen Areal die Gemeinde ein neues Domizil für Feuerwehr und Rotes Kreuz bauen will, könnte da Entlastung bringen. „Das gehört uns, wäre groß genug und es gibt ausreichend Parkplätze“, sagt Kiefer. Bei einer gemeinsamen Besichtigung mit Vereinsvertretern sei das erste Feedback zu dieser Idee jedenfalls positiv gewesen, berichtet Kiefer weiter. Die Vereine seien sehr froh, dass die Verwaltung diese Möglichkeit zumindest prüfen will.

Dabei geht es zum einen um die „Coronatauglichkeit“ bezüglich Lüftung, zum anderen in Kooperation mit den Volksschauspielen auch um die Akustik, sagt der Verwaltungschef. Fliesen und glatte Wände im Gebäude seien vielleicht nicht ideal für Musikproben.

Wann über das Thema entschieden wird, dazu wollte Kiefer keine Prognose abgeben. „Sicherheit geht vor“, bat er um Verständnis für eine gründliche Prüfung.

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Erstellt:
30. September 2020, 11:00 Uhr
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