Für die Sicherheit der Kleinsten

Sinzheim (nie) – Rund um Schulen und Kindergärten in der Region werden in den kommenden Tagen Blitzer ihren Dienst tun. Auftakt für die Aktion „Blitz für Kids“ war am Dienstag in Sinzheim.

Jörg Peter, Erik Ernst, Axel Neubert, Petra Mages und Sabine Steimel (von links) geben in Kartung den Startschuss für die landkreisweite Aktion „Blitz für Kids“. Foto: Nina Ernst

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Jörg Peter, Erik Ernst, Axel Neubert, Petra Mages und Sabine Steimel (von links) geben in Kartung den Startschuss für die landkreisweite Aktion „Blitz für Kids“. Foto: Nina Ernst

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben einen Punkt geholt! So hat es am Dienstag Morgen schon in Kartung geheißen. Viel zu schnell, nämlich mit 56 statt der erlaubten 30 Stundenkilometer, war ein Autofahrer bei der Grundschule unterwegs. Pech für ihn – denn im Rahmen von „Blitz für Kids“ hat er sein Foto bekommen.

„Das ist eine Aktion für unsere Kleinsten. Es geht nicht um Abzocke, sondern um Sensibilisierung“, machte der Erste Landesbeamte Jörg Peter an der Kartunger Grundschule klar. Dort hat am Dienstag Morgen die Aktion „Blitz für Kids“ des Landratsamtes begonnen. Eine Woche lang wird dabei in verschiedenen Gemeinden im ganzen Landkreis im Umfeld von Schulen und Kindergärten ein Blitzgerät aufgebaut, um Temposünder zu erwischen – und so die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr zu erhöhen, erläuterte Petra Mages, die beim Landratsamt Teamleiterin für Verkehrssicherheit ist. Und Axel Neubert, der das Blitzgerät fachmännisch eingerichtet hatte, konnte schon nach rund zwei Stunden Messung von neun Verstößen berichten, darunter eben auch der grobe Fehltritt mit 21 km/h zu schnell.

Sabine Steimel, neue Grundschulrektorin, ist froh um die Maßnahme, die die Kleinen schützen soll. Denn auch sie hat in dieser ersten Schulwoche schon einen „ganz brenzligen Fall“ mitbekommen, wobei ein junger Schüler beim Überqueren des Zebrastreifens ziemlich viel Glück hatte, dass er nicht von einem Auto angefahren wurde. Sie und auch die Verantwortlichen vom Landratsamt setzten dringende Appelle ab: Zum einen eben an so prägnanten Orten wie Schulen, Kindergärten oder Seniorenheimen nicht zu schnell unterwegs zu sein, zum anderen sollen doch die Eltern bitte ihre Kinder nicht „bis ins Klassenzimmer“ (O-Ton Petra Mages) fahren. Denn oft würden dann diese Autos die Straße blockieren und die Schüler dadurch nicht gesehen.

Mit der jährlichen Aktion wolle man den Autofahrern immer wieder bewusst machen: „Da ist eine Schule, macht langsamer“, führte Jörg Peter aus. Und dass die Aktion sinnvoll sei, zeige sich dadurch, dass immer wieder Verstöße aufgedeckt würden. Im vergangenen Jahr waren von den im Aktionszeitraum 4.519 erfassten Autos im Landkreis 235 zu schnell unterwegs, das seien etwa fünf Prozent. Gerade zum Schulbeginn sei die Blitzaktion wichtig, befand auch Sinzheims Bürgermeister Erik Ernst. Nach den Ferien müssten die motorisierten Verkehrsteilnehmer erst einmal wieder auf den Schulbetrieb aufmerksam gemacht werden.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Nina Ernst

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Erstellt:
22. September 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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