Für mehr Sicherheit und Attraktivität

Baden-Baden (sga) – Weite Teile Lichtentals sollen bis voraussichtlich 2030 saniert werden. Was genau an Vorhaben umgesetzt wird, ist noch unklar.

Bisher stehen einige Überlegungen bezüglich des Sanierungsgebiets im Raum. Grafik: Gesellschaft für Stadterneuerung und Stadtentwicklung/BT

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Bisher stehen einige Überlegungen bezüglich des Sanierungsgebiets im Raum. Grafik: Gesellschaft für Stadterneuerung und Stadtentwicklung/BT

Vielleicht den einen oder anderen Kreisel, aber auf jeden Fall neue Straßenbereiche: Weite Teile Lichtentals sollen in den nächsten Jahren umgestaltet werden, „um diesen schönen Ort noch attraktiver zu gestalten“, wie Alexander Wieland am Montagabend bei einer digitalen Bürgerinformation verkündete. Was genau geplant ist, kann der Geschäftsführer der Stadtbaugesellschaft (GSE) Stand jetzt noch nicht sagen.

Klar ist jedoch: Es wird sich einiges tun. Seit 43 Jahren setzt die GSE Sanierungsprojekte in der Kurstadt um, mit Lichtental soll nun ein weiteres hinzu kommen. Damit das Vorhaben vom Land gefördert wird, muss im ersten Schritt ein bestimmtes Gebiet (siehe Grafik) abgesteckt werden. „Ob und welche Teile noch hinzugezogen werden, wird sich zeigen“, erklärte Wieland. In jedem Fall werde die Meinung der Öffentlichkeit eine große Rolle spielen.

Einige Straßen erheblich sanierungsbedürftig

Bei der Erstellung eines städtebaulichen Entwicklungskonzepts sowie den vorbereitenden Untersuchungen sind nicht wenige Mängel aufgefallen. „Aktuell ist es nicht überall allen Verkehrsteilnehmern möglich, sich gleichzeitig und sicher fortzubewegen“, merkte Sven Menzel, ebenfalls von der GSE, an. So seien einige Straßen erheblich sanierungsbedürftig (Beispiel Hauptstraße, Maximilianstraße und Beuerner Straße). Teilweise müsse auf die andere Seite ausgewichen werden, weil einige Fußwege „nahezu halbiert“ seien. Und dann gebe es auch noch die Radfahrer, die ab Ende der Lichtentaler Allee zwar auf eine entsprechende Strecke in Richtung Brahmsplatz ausweichen können. Jedoch seien die Straßen teilweise in einem schlechten Zustand, der im Rahmen der Sanierungsarbeiten definitiv erneuert werden soll. Auch die fehlende Barrierefreiheit dürfe dabei nicht zu kurz kommen.

Geringe Aufenthaltsqualität

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Lichtental hat viele Plätze zu bieten, jedoch vielerorts lediglich mit einer geringen Aufenthaltsqualität. Laut Menzel scheitere diese vor allem auf den großen Plätzen, „also an Orten, die durchaus mehr genutzt werden könnten“, an starken Gestaltungsdefiziten. Der Brahmsplatz sei bisher lediglich eine Verkehrskreuzung, am Clara-Schumann-Platz stehen nur Altglascontainer: „Hier muss etwas passieren.“

Denkbar für eine Aufwertung Lichtentals wäre laut Menzel beispielsweise die Verbreiterung sämtlicher Gehwege, das Anlegen von Straßenbegleitgrün oder ein Zugang vom Clara-Schumann-Platz zum Oosbach, der (wie bereits in der Nähe der Festhalle in Oos realisiert) mithilfe von Sitzstufen gestaltet werden könnte. Bisher mindergenutzte Flächen könnten zur Nachverdichtung und damit Wohnraumschaffung genutzt werden. Als Beispiel dafür nannte Wieland das Busdepot, das hierfür eventuell verlagert werden könnte – unter der Voraussetzung, dass sich anderweitige Flächen zur Unterbringung der Busse anbieten.

Es ist also schon viel in der Überlegung, was die Modernisierung von Lichtental betrifft. Was davon schlussendlich realisiert werden und zu welchem Zeitpunkt gestartet werden kann, hängt laut Menzel unter anderem davon ab, wann der Sanierungsbereich und die Ausführungsplanung festgelegt wird. Fest steht: Wird die Förderung in Anspruch genommen, reicht der Bewilligungszeitraum bis zum 30. April 2030. Bis dahin können übrigens auch Eigentümer von Privatgrundstücken Sanierungsarbeiten durchführen und gefördert bekommen – vorausgesetzt, die entsprechenden Kriterien hierfür werden erfüllt. Nähere Informationen hierzu können bei der GSE eingeholt werden.

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Erstellt:
11. Mai 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 31sec

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