Fusionen liegen in der Luft

Rastatt (ema) – In der Sportstadt Rastatt sind einige Vereinsfusionen im Gespräch. Konkret Gestalt nimmt der Zusammenschluss der Tennisclubs Blau-Gold und Fohlenweide an.

Fusionsgespräche: Der TC Blau-Gold wird wohl auf dem Gelände des TC Fohlenweide (Foto) unterkommen. Foto: Willi Walter

© wiwa

Fusionsgespräche: Der TC Blau-Gold wird wohl auf dem Gelände des TC Fohlenweide (Foto) unterkommen. Foto: Willi Walter

Rastatt als Sportstadt steht vor einem Wandel – das hat die Aktualisierung des Sportentwicklungsplans belegt. Vereine und Stadtverwaltung sollen sich entsprechend auf die Veränderungen in der Bevölkerung und bei deren Bedürfnissen ausrichten. Der Wandel dürfte auch die Existenz der Vereine selbst betreffen – wie laufende Gespräche über Zusammenschlüsse zeigen.
Die jüngste Fusion griff zu Anfang dieses Jahres: Der Verein für Sport und Gesundheit (Behindertensportgemeinschaft) Rastatt schlüpfte unter das Dach des Rastatter Turnvereins.

Im Gespräch sind weitere Zusammenschlüsse, wie aus einem Sachstandsbericht der Verwaltung für den Gemeinderat hervorgeht. Wohl am konkretesten sieht es bei den Tennisclubs Fohlenweide und Blau-Gold aus vor dem Hintergrund, dass die Pachtverträge der Vereine mit der Stadt Rastatt im Jahr 2023 auslaufen. Nach Auskunft aus dem Rathaus werden derzeit rechtliche sowie planerische Schritte für die Fusion eingeleitet, für die eine Fachberatung und ein Rechtsanwalt hinzugezogen werden. Gemeinsam mit einem Architektur- und Ingenieurbüro wurden Pläne für eine künftige gemeinsame Nutzung des Tennisgeländes an der Fohlenweide entworfen. Dabei gehe es nicht nur um eine Sanierung. Bei einem Zusammenschluss bräuchte man mehr Platz, was Spielfelder, Kabinen und Sanitäranlagen betrifft. Die Entwürfe und Kostenvoranschläge der Vereine und des Architekten dienen als Grundlage einer Machbarkeitsstudie. Eine Umsetzung des Projekts wird möglicherweise in Abschnitten angegangen. Sobald die Kostenschätzungen vorliegen und Fragen zu Zuschüssen geklärt sind, soll sich der Gemeinderat mit einer möglichen zusätzlichen finanziellen Unterstützung befassen.

Zwei Standorte im Ried werden geprüft

Noch am Anfang von Überlegungen für eine Fusion oder stärkere Zusammenarbeit befinden sich die Fußballvereine aus Ottersdorf, Plittersdorf und Wintersdorf. Wie berichtet, haben sich die Ried-Clubs nach einem Suchlauf für zwei Flächen ausgesprochen – eine zwischen Ottersdorf und Plittersdorf sowie ein Areal zwischen Ottersdorf und Wintersdorf. Diese potenziellen Standorte will die Verwaltung auf die Machbarkeit überprüfen. Dabei geht es insbesondere um Bedingungen des Regionalplans, des Naturschutzes und der Eigentumsverhältnisse.

Einen neuen Anlauf für eine Fusion könnte man sich im Rathaus auch für den Rastatter SC/DJK und den FC Rastatt 04 vorstellen. Ein Anstoß dazu wäre gegeben, wenn sich das Klinikum Mittelbaden tatsächlich dazu entschließen würde, das neue Zentralklinikum auf dem RSC/DJK-Gelände zu errichten, das die Stadt Rastatt vorgeschlagen hat.

Dann, so die Vorstellungen im Rastatter Rathaus, wäre eine Zusammenführung der beiden Clubs auf dem derzeitigen Gelände des FC 04 denkbar. Die Verwaltung wird im Rahmen der Bewerbung um den Klinikstandort auch die Machbarkeit einer Unterbringung beider Vereine auf dem 04-Gelände prüfen. In die Planungen eingeschlossen werden könnte die Errichtung eines Freizeitspielfelds für die Jugend im Münchfeld.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.