Fußballgolf: Treffsicherheit auf dem Fairway gefragt

Neuried (marv) – Die Trendsportart Fußballgolf kann man, da sie im Freien gespielt wird, trotz Pandemie spielen. Die Gruppen sind kleiner als sonst und bei Erwachsenen aus maximal zwei Haushalten.

Hier ist Konzentration gefordert: Das vermeintlich einfache Putten ist oft viel schwerer als erwartet. Foto: Marvin Lauser/Archiv

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Hier ist Konzentration gefordert: Das vermeintlich einfache Putten ist oft viel schwerer als erwartet. Foto: Marvin Lauser/Archiv

Das Runde muss ins Runde. So einfach lässt sich die Trendsportart Fußballgolf erklären. Auf 18 Bahnen versuchen die Spieler, – wie beim Golfen – mit möglichst wenig Versuchen einen Fußball in ein mit einer Fahne markiertes Zielloch zu befördern. Wie beim Minigolf müssen Fußballgolfer dabei unterschiedliche Hindernisse auf dem Weg zum Ziel um-, über- oder durchspielen sowie Geländeneigungen berücksichtigen. Glück, Geschicklichkeit sowie ein taktisch kluges Vorgehen führen zum Erfolg. Aber auch wenn es auf einer Bahn mal nicht zu Par (die vorgegebene Anzahl an Schlägen) reicht, hat man beim Fußballgolf eine Menge Spaß. Yannick Harter, Betreiber des Soccerparks Ortenau, empfiehlt, in Gruppen von vier bis sechs Personen zu spielen. Aufgrund der Corona-Situation dürfen aktuell nur Menschen aus einem Haushalt mit einer weiteren nicht zum Haushalt gehörenden Person spielen. Zu den Haushalten gehörende Kinder bis einschließlich 13 Jahre zählen nicht mit. Kinder bis einschließlich 13 Jahre dürfen unabhängig vom Haushalt in Gruppen von maximal fünf Fußballgolf spielen, Begleitpersonen müssen einen tagesaktuellen, negativen Corona-Test vorweisen. Während des gesamten Aufenthalts muss zu Mitarbeitern oder anderen Personen, die nicht zur eigenen Gruppe gehören mindestens 1,5 Meter Abstand gehalten werden. Im Gebäude und im Eingangs- sowie Wartebereich gilt Maskenpflicht.

Das Angenehme am Fußballgolf ist die einfache Umsetzung – eine spezielle Ausrüstung und Vorbereitung sind nicht nötig. Vor Ort erfolgt eine kurze Einweisung. Von einem markierten Startbereich geht es auf jeder Bahn los. Eine Streckenkarte gibt vor, welche Hindernisse wie zu umspielen sind, wo und in welcher Entfernung sich die Zielfahne befindet. Zu Beginn bekommt jeder Spieler einen Fußball, der sich farblich von den anderen unterscheidet. Als Gruppe erhält man außerdem einen Stift sowie eine Scorecard, auf der die benötigten Versuche eingetragen werden. Am Anfang spielt jeder seinen Ball. Anschließend beginnt der Spieler, dessen Spielgerät am weitesten vom Ziel entfernt liegt. Sollte ein Fußball die Bahn eines anderen versperren, merkt man sich die Position des blockierenden Balls und räumt das Schussfeld. Wenn ein Ball das Fairway – den kurz gemähten Bereich des Rasens – verlässt, spielt man einfach vom Rough (umliegendes Gebiet) weiter. Sollte jedoch ein Ball auf einer anderen Bahn landen, bekommt der Schütze einen Strafpunkt und muss es von der letzten Stelle aus erneut versuchen.

Die erfolgreiche Karlsruher Fußballgolfspielerin Laura Rolli empfiehlt „lockere und bequeme Kleidung“ beim Spielen zu tragen. Foto: privat/Archiv

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Die erfolgreiche Karlsruher Fußballgolfspielerin Laura Rolli empfiehlt „lockere und bequeme Kleidung“ beim Spielen zu tragen. Foto: privat/Archiv

Die 24-jährige Karlsruherin Laura Rolli, Vizeweltmeisterin im Fußballgolf, sagt über ihr Hobby: „Fußballgolf ist ähnlich wie Minigolf – ein Sport für jedermann und eine tolle Idee für Familienausflüge.“ Rolli, die einmal pro Woche trainiert (Stand: August 2018), hat so selbst „ihre Sportart“ entdeckt und seither zahlreiche Titel gewonnen. Die vierfache Deutsche Meisterin empfiehlt Anfängern, „lockere und bequeme Kleidung“ und dazu „Tausendfüßler“ – also Fußballschuhe mit kleinen Nocken – zu tragen, da auf Fußballgolfplätzen Stollenschuhe verboten sind. Bequeme Sportschuhe reichen aber auch. Hinweis: Dieser Artikel ist ursprünglich am Samstag, 25. August 2018, im WO zum Sonntag erschienen. Im Rahmen des Formats „Throwback Thursday“ des BT-Instagram-Teams haben wir ihn aus dem Archiv gekramt und fürs Web optimiert.

Zu viel Risiko ist selten gut

Beim Spielen komme es vor allem auf das Bahndesign an, betont Rolli, die nie Fußball im Verein gespielt hat. Manchmal sei es besser, sich den Ball mit einem kürzeren Schuss vorzulegen, ehe man aufs Bodenloch zielt. „Bei zu viel Risiko kann man auch viel verlieren“, warnt die erfolgreiche Fußballgolferin. Wenn der Ball im Rough landet, kann die Grashöhe dem Spieler zusätzlich zusetzen. Je nach Entfernung, Hindernis und eigenem technischen Vermögen ist es sinnvoll den Außenrist, die Innenseite oder die Spitze des Fußes zu nehmen. Außerdem kann ein einfaches Abrollen der Fußsohle auf dem Ball beim Putten hilfreich sein.

Die Anlage in Neuried-Dundenheim (Offenburger Straße 68) hat samstags, sonntags sowie an Ferien- und Feiertagen täglich von 10 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet. Donnerstags und freitags ab 13 Uhr. Saisonende ist nach den Herbstferien. Am 15., 16., 17. und 29. Oktober ist der Platz wegen eines Turniers gesperrt. Ab 16 Jahren zahlt man für eine Runde zehn Euro, Kinder (ab sechs Jahren) spielen für sieben Euro.

Wie bei Minigolf auch, gibt es verschiedene Hindernisse die durchspielt oder überwunden werden müssen, bevor man einlochen kann. Foto: Marvin Lauser

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Wie bei Minigolf auch, gibt es verschiedene Hindernisse die durchspielt oder überwunden werden müssen, bevor man einlochen kann. Foto: Marvin Lauser

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BT-Redakteur Marvin Lauser

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Erstellt:
6. Mai 2021, 16:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 11sec

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