Fußballverband bestätigt Neustart-Pläne

Baden-Baden/Freiburg (moe) – Der Vorstand des Südbadischen Fußballverbands hat die Szenarien für einen möglichen Neustart der Saison bestätigt: Die Runde soll auf sportlichem Weg beendet werden.

Noch hängen die Amateurfußballer in der Luft – aber zumindest der 9. Mai als wichtiges Datum ist nunmehr fix. Foto: Frank Seiter

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Noch hängen die Amateurfußballer in der Luft – aber zumindest der 9. Mai als wichtiges Datum ist nunmehr fix. Foto: Frank Seiter

Nachdem der Südbadische Fußballverband (SBFV) bereits am Mittwochabend seinen avisierten Fahrplan für einen möglichen Neustart des Spielbetriebs mit den Vereinen in Form einer Videokonferenz besprochen hat (wir berichteten), hat das oberste Entscheidungsgremium, der Verbandsvorstand, die skizzierten Szenarien und das weitere Vorgehen bestätigt. Der allgemeine und bereits Mitte der Woche kommunizierte Tenor: Die seit Ende Oktober unterbrochene Saison 2020/21 soll auf sportlichem Weg beendet werden – und zwar nicht über den Stichtag 30. Juni hinaus.

Eine Verlängerung der Spielzeit schließt der Verbandsvorstand deshalb aus, weil dies zu „erheblichen Problemen bei den Vereinswechseln, beim Übergang zu den baden-württembergweiten Oberligen, bei der Saisonplanung für die Vereine sowie bei der Planung und Durchführung der Saison 2021/22 führen“ würde, teilte der SBFV am Samstag mit.

Zu weitreichenderen Entscheidungen wollte man sich in der Freiburger Verbandszentrale aktuell aber noch nicht entschließen: „Ein Abbruch zum jetzigen Zeitpunkt wäre nicht im Sinne des sportlichen Wettbewerbs“, heißt es weiter. Der Verband sei verpflichtet, „den Spielbetrieb für seine Vereine mit der Austragung möglichst vieler Spiele zu organisieren, sofern dies möglich ist“. Inwieweit das angesichts der nach wie vor volatilen Pandemielage tatsächlich realistisch sein wird, das betont der SBFV, sei letztlich vom Coronageschehen und entsprechenden Entscheidungen der Politik abhängig.

Der Verband hat derweil folgenden Fahrplan für den möglichen Neustart abgesegnet:

Das späteste Datum für einen Neustart der Saison ist der 9. Mai.

Vor einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs sind circa vier Wochen Vorbereitungszeit mit Kontakttraining notwendig.

Nach aktuellem Stand kann in Staffeln mit elf oder mehr Mannschaften nur noch die Vorrunde zu Ende gespielt und anschließend gewertet werden. In Staffeln mit zehn oder weniger Mannschaften ist nach dem Abschluss der Vorrunde die bereits beschlossene und kommunizierte „verkürzte Rückrunde“ weiterhin möglich. Auf- und Abstiegsspiele sind in beiden Varianten vorgesehen.

Falls nicht wieder rechtzeitig trainiert oder gespielt werden kann, wird die Saison in allen Staffeln des Männer-, Frauen- und Jugendspielbetriebs annulliert. Auf- und Absteiger würde es bei diesem Szenario nicht geben.

„Wir sind uns bewusst, dass wir mit unseren Entscheidungen nicht alle Spieler und Vereine begeistern werden. Die Rahmenbedingungen sind aber leider so, dass wir erneut keine langfristige Planbarkeit haben. Das hat zur Folge, dass wir nur schrittweise vorgehen können. Keinesfalls wollen wir Chancen zum Fußballspielen durch verfrühte Entscheidungen gefährden. Deshalb müssen wir für weitere Entscheidungen noch weiter abwarten“, betont SBFV-Vizepräsident Dr. Christian Dusch.

Präsident Thomas Schmidt hofft derweil auf Perspektiven – gerade für den Nachwuchs: „Wir würden es sehr begrüßen, wenn uns die Politik in nächster Zeit auch für den Amateur- und Freizeitsport eine Öffnungsperspektive bieten und damit Planbarkeit verschaffen würde. Gerade die Kinder und Jugendlichen leiden in der Lockdown-Phase besonders unter dem Bewegungsmangel. Unabhängig von der Frage, ob diese in einem Wettbewerb Fußball spielen können, wäre es sicher ein großer Schritt, wenn hier wenigstens Trainingsbetrieb stattfinden könnte. Dass dabei die Hygienevorschriften eingehalten werden müssen, ist natürlich selbstverständlich.“

Ihr Autor

BT-Redakteur Moritz Hirn

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Erstellt:
21. Februar 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 31sec

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