Futterspenden aus Baden-Baden und Sinzheim

Baden-Baden (vr) – Eine große Hilfsbereitschaft besteht gerade in der Bundesrepublik für die Opfer der Flutkatastrophe. Nun spenden Landwirte aus Baden-Baden und der Region Silageballen für das Ahrtal

30 Silageballen werden aufgeladen: Initiator Stephan Kamper (rechts) und Matthias Schleif vor der Abfahrt ins Ahrtal. Foto: Veruschka Rechel

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30 Silageballen werden aufgeladen: Initiator Stephan Kamper (rechts) und Matthias Schleif vor der Abfahrt ins Ahrtal. Foto: Veruschka Rechel

Viele Teile des Ahrtals sind von der schlimmen Hochwasserkatastrophe betroffen. Eine Flutwelle zerstörte unter anderem die Infrastruktur, Häuser, Autos und Brücken. Der Wiederaufbau wird alle Betroffenen viel Kraft kosten. Doch gleichzeitig erleben die Ahrtäler eine riesige Welle der Hilfe und Unterstützung. Menschen aus der ganzen Bundesrepublik spenden oder helfen Hand in Hand vor Ort – auch aus Baden-Baden.
Dazu gehören Betriebe des Arbeitskreises (AK) Landwirte Baden-Baden, die Schäfereien Svensson-Müller und Svensson-Sakowski, der Bauernhof Andreas Pflüger sowie die Mutterkuhhaltungen Wäldele und Martin Rösch. Außerdem dabei: der St. Vinzenzhof aus Sinzheim. Sie alle haben sich zusammengetan, um Silageballen für die notleidenden Betriebe im Flutgebiet zu spenden.

Die Höfe dort haben derzeit kaum genügend Futter für ihre Tiere, da alle Vorräte zerstört wurden und momentan keine Futterernte möglich ist. Silage ist ein durch Milchsäuregärung konserviertes Futtermittel für Nutztiere, vor allem für Wiederkäuer wie Rinder, Schafe und Ziegen.

Zweiter Transport mit Heu und Stroh geplant

Initiator dieser Hilfsaktion ist Stephan Kamper. Er arbeitet bei der Firma Wertheimer Baustoffe in Baden-Baden und bekam von ihr kostenfrei einen Lastwagen mit Anhänger zur Verfügung gestellt, um zusammen mit seinem Kollegen Matthias Schleif den Transport ins Katastrophengebiet nach Ahrweiler zu ermöglichen. Dort werden sie bei jedem eingelagert, der noch eine heile Halle hat, und nach Bedarf verteilt.

30 Silageballen à zirka 800 Kilo kamen zusammen. „Sie sind ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man weiß, dass ein Silageballen die Tagesration für 150 Schafe oder 15 Rinder bedeutet“, sagte Stephan Kamper. Doch aus ganz Deutschland kämen Futterspenden, und die würden helfen, die schlimmste Zeit zu überbrücken.

Und demnächst wird es einen zweiten Futtertransport von Baden-Baden in die Krisenregion nach Ahrweiler geben, dann aber mit Heu- und Strohballen. Wer sich beteiligen möchte, kann sich per Mail bei Stephan Kamper unter info@lu-kamper.de melden.

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Erstellt:
16. August 2021, 09:00 Uhr
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