Gaggenau: Durchs Feuer gehen will geübt sein

Gaggenau (fmb) – 61 Atemschutzgeräteträger aus allen neun Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr haben am Samstag eine praxisorientierte Ausbildung absolviert.

Zu den Übungen im Rettungszentrum gehört auch der richtige und effektive Umgang mit einem Hohlstrahlrohr. Foto: Michael Bracht

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Zu den Übungen im Rettungszentrum gehört auch der richtige und effektive Umgang mit einem Hohlstrahlrohr. Foto: Michael Bracht

Gefahren erkennen, Personen retten: Feuerwehrleute trainieren regelmäßig zum Schutz der Bevölkerung. Im vergangenen Jahr war dieser Übungstag aber der Pandemie zum Opfer gefallen.

Am sogenannten „Atemschutzpraxistag“ im Gaggenauer Rettungszentrum wurden nun die Frauen und Männer auf ihr Leistungsniveau getestet und weitergebildet, sodass sie immer auf dem neuesten Stand sind. Wichtig ist diese Weiterbildung insbesondere für die Personenrettung. Gleichzeitig dient sie aber auch für den Eigenschutz bei einem Brandfall.

Die „Atemschützler“ trafen sich den ganzen Tag über, immer abteilungsweise, um die von den Ausbildern vorbereiteten Teststationen zu meistern. Der Atemschutzverantwortliche der Gesamtwehr, Christoph Schmitt, wurde dabei unterstützt von den Atemschutzbeauftragten der einzelnen Abteilungen.

Taktik und Technik im Blickpunkt

„Der Schwerpunkt des diesjährigen Praxistages liegt auf der Basisausbildung zu den Themen Technik“, erläuterte Schmitt. Beispiele sind das richtige Setzen von Brandfluchthauben und Rauchvorhängen oder das Handling eines Hohlstrahlrohres. Standardausrüstung eines Angriffstrupps und standardisiertes Vorgehen im Atemschutzeinsatz, zum Beispiel das Betreten von Brandräumen, das Absuchen von Räumen und die Menschenrettung gehören ebenso dazu. Auch das Schlauchmanagement spielt eine wichtige Rolle.

So diente der Tag dazu, die Frauen und Männer, die im wörtlichen Sinne auch durchs Feuer gehen, auf den neuesten Stand in Sachen „Einsatztaktik Angriffstrupp“ und „Standardisiertes Vorgehen im Atemschutzeinsatz“ zu bringen. Atemschutzgeräteträger gehen unabhängig von den Umluftbedingungen in brennende Gebäude, löschen das Feuer an dessen Ursprung und retten dabei auch Personen aus höchster Gefahr.

Zu einem weiteren Bericht zum Thema Feuerwehr im Landkreises Rastatt geht es hier.

Ihr Autor

Michael Bracht

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Erstellt:
3. November 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

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