Gaggenau: Freude über gelungene Impfaktion

Gaggenau (tom) – Dr. Christof Maisch, der Initiator der Corona-Impfaktion mit Astrazeneca in der Jahnhalle, zieht eine erfolgreiche Bilanz.

Dr. Christof Maisch. Foto: Protektorwerk/Archiv

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Dr. Christof Maisch. Foto: Protektorwerk/Archiv

500 Leute gegen Corona geimpft: Für Dr. Christof Maisch, den Ideengeber der Aktion in der Jahnhalle, war es ein erfolgreicher Samstag. Mit BT-Redakteur Thomas Senger zieht er eine Schlussbilanz und wagt einen Blick in die Zukunft.

BT: Herr Dr. Maisch, die Impfaktion am Samstag dürfen Sie sich guten Gewissens als Erfolg ans Revers heften.
Christof Maisch: Haha, bei aller Freude über den Erfolg – ich selbst habe keine einzige Spritze aufgezogen. Das war eine tolle Leistung der großartigen Teams Kardiologie Gaggenau mit Frau Dr. Kristina Schemel, dem Team der Stadt um Carmen Merkel, der Vitalapotheke von Tatjana Zambo sowie zahlreichen Ehrenamtlichen vom DRK, die ohne Zögern ihre tatkräftige Unterstützung zugesagt hatten. Ich war dabei das kleinste Rad im Getriebe. Jetzt freue ich mich einfach mit allen zusammen, dass es so erfolgreich gelungen ist.

BT: Ähnlich erfolgreich wäre sicher auch ein Impftermin nicht nur für Gaggenauer beziehungsweise Menschen, die in Gaggenau arbeiten? Am ersten Tag der Anmeldung gab es ja Enttäuschung bei zahlreichen Anrufen, die sich vergeblich um ein telefonisches Durchkommen bemüht hatten.
Maisch: Eine so große Impfaktion war ja für alle Beteiligte ein komplett neuartiges Projekt. Ich wusste zunächst selbst nicht, dass es eine Einschränkung gab, aber wir alle wissen, wie schwer es für viele Impfwillige war und immer noch ist, bei den Impfzentren anzukommen. Daher haben wir natürlich Verständnis dafür.

Dass die Nachfrage das Angebot übersteigt, war dem Orga-Team schnell klar, daher kann ich die Einschränkung auf Bürgerinnen und Bürger aus Gaggenau beziehungsweise Leute, die in Gaggenau arbeiten, nachvollziehen.

Auch wenn wir nicht alle Impfwilligen unterbringen konnten: Es wurden extra noch Wartelisten angelegt und ab nachmittags einzeln abtelefoniert soweit der Impfstoff gereicht hat. Und am Abend war tatsächlich jede einzelne Dose in den Arm eines glücklichen Menschen verimpft.

BT: Der zweite Impftermin im Juli wird genauso ablaufen können wie der erste Termin am vergangenen Samstag? Oder planen Sie Änderungen?
Maisch: Ich glaube, alle in der Jahnhalle waren abends erschöpft, aber restlos glücklich, wie gut es gelaufen ist. Daher vermute ich, Teil zwei im Juli wird ohne Änderungen genauso reibungslos verlaufen.

BT: Während Sie zunächst nicht wussten, ob das Angebot angenommen werden würde, können Sie jetzt schon an eine Neuauflage denken. Wie stehen die Chancen dafür?
Maisch: Es gab in ganz Europa von Beginn an viel Unsicherheit bezüglich der Versorgung mit Impfstoff. Wir erwarten aber, dass sich die Lage schon im Juni etwas entspannt.

Ab der zweiten Juniwoche dürfen zusätzlich dann endlich auch die Betriebsärzte loslegen. Tatsächlich hoffe ich, dass wir bald ein Angebot vor Ort für Betriebe machen können. Alles hängt jetzt von der Versorgung mit Impfstoff ab.

Seitens der Stadt steht die Zusage, alles zu tun, was möglich ist. Wir alle wissen wie schrecklich die Auswirkungen dieser Pandemie sind. Während das Durchschnittsalter der Patienten auf den Intensivstationen deutlich sinkt und die Zahl der Coronatoten nur verzögert nach unten geht, müssen wir alles daransetzen, möglichst viele Menschen in Sicherheit zu bringen – und das heißt: Viele Impfangebote schaffen! Zum Impfen durch Betriebsärzte wird dann ausschließlich Biontech geliefert. So können auch weitere Impflinge erreicht werden, die aufgrund der individuellen Abwägungen bei Astra nicht dabei waren. Drücken Sie mit uns die Daumen, dass es bald Impfstoff dafür gibt!

Weiterer Bericht zur Impfaktion in der Jahnhalle.

Ihr Autor

BT-Redakteur Thomas Senger

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Erstellt:
25. Mai 2021, 13:10 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 44sec

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