Gaggenau: Gute Resonanz auf Lolli-Testungen

Gaggenau (BT) – Eine positive Bilanz zog Oberbürgermeister Christof Florus mit Blick auf die Testungen in Kindergärten. Bisher seien in den städtischen Einrichtungen alle Tests problemlos verlaufen.

Die katholischen und die freien Kindergärten in Gaggenau wollen die Kosten für die Lolli-Tests nicht übernehmen. Foto: Stadt Gaggenau

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Die katholischen und die freien Kindergärten in Gaggenau wollen die Kosten für die Lolli-Tests nicht übernehmen. Foto: Stadt Gaggenau

Erfreulich sei zudem, dass bislang alle ein negatives Testergebnis hatten. „Die Tests tragen dazu bei, infektionsbedingte Schließungen zu verhindern“, erklärte Florus. Er würde sich deshalb wünschen, dass in allen Gaggenauer Kindertageseinrichtungen mit dem PCR-Pool-Test gearbeitet wird.

Dafür werde die Stadt den interessierten Trägern auch das gesamte Know-how zur Verfügung stellen. Lediglich die Kosten müssten die jeweiligen Einrichtungen selbst tragen. Bislang finden die kindgerechten Testungen mit dem PCR-Pool-Test in den drei städtischen Kindergärten in Oberweier, Freiolsheim und Hörden statt sowie bei den Murgwichteln und ab 21. Juni in der evangelischen Kindertagesstätte. Der Oberbürgermeister verdeutliche, dass die Kosten durch die jeweiligen Träger getragen werden müssten, da Infektionsschutz eine Aufgabe von Bund, Land und den Einrichtungsträgern sei. Aus diesem Grund gebe es vom Land auch einen Zuschuss für die Testungen, dieser liegt beim Personal bei 100 Prozent, bei Krippenkindern bei 68 Prozent und bei Kindergartenkindern bei 30 Prozent. Pro Lolli-Probe entstehen Kosten von 2,90 Euro. Ein üblicher Schnelltest koste im Schnitt dagegen sechs Euro. Zweimal wöchentlich soll analog zu den Schulen getestet werden. Florus warb für den PCR-Pooltest, den die Kinder „ganz nebenbei“ machen könnten. Dabei lutschen sie an dem Stäbchen, das später mit allen Proben in einem Pool gemeinsam ausgewertet wird. Da es sich um einen PCR-Test handle, könne von einer sehr zuverlässigen Indikation ausgegangen werden.

Er appellierte an die freien und an den katholischen Träger, sich dem Testverfahren anzuschließen. Gleichzeitig erteilte er dem Wunsch nach Kostenübernahme durch die Stadt eine klare Absage. Die Stadt habe im Vergleich zu anderen Kommunen bereits sehr großzügig das entstandene Defizit nicht gedeckter Elternbeiträge nahezu vollständig ohne gesetzliche Verpflichtung aus eigenen Mitteln übernommen.

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16. Juni 2021, 17:00 Uhr
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