Gaggenau: Impfaktion in der Jahnhalle

Gaggenau (tom) – Am Samstag, 22. Mai, wird es in der Jahnhalle eine groß angelegte Impfaktion geben. 500 Personen sollen an diesem Tag mit Astrazeneca geimpft werden.

Die Jahnhalle ist seit 22. März Corona-Testzentrum. Nun können sich dort am Samstag, 22. Mai, 500 Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Foto: Thomas Senger

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Die Jahnhalle ist seit 22. März Corona-Testzentrum. Nun können sich dort am Samstag, 22. Mai, 500 Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Foto: Thomas Senger

Die Idee dazu hatte der Gaggenauer Unternehmer Dr. Christof Maisch. Der geschäftsführende Gesellschafter des Protektorwerks Florenz Maisch GmbH & Co. KG erweist sich seit Beginn der Corona-Krise als Aktivposten bei der regionalen Eindämmung der Pandemie. So hatte das Protektorwerk beispielsweise bereits im Frühjahr 2020 eine Produktion von Schutzvisieren aufgebaut. Zur Unterstützung des Klinikums Mittelbaden, sozialer Einrichtungen und Ärzte konnten so mehr als 10.000 Stück verschenkt werden.

Oberbürgermeister Christof Florus stellt für die Aktion gerne die Jahnhalle zur Verfügung: „Je mehr und je schneller die Bevölkerung geimpft werden kann, umso schneller geht es zurück in die Normalität.“

Die Impfung erfolgt durch das Ärzteteam der Kardiologischen Praxis Gaggenau – möglicherweise verstärkt durch eine weitere Medizinerin, wie Dr. Tilman Markert im BT-Gespräch erläuterte. Unterstützt werden die Ärzte durch die DRK-Ortsvereine Gaggenau und Ottenau.

Auch für Tatjana Zambo ist die Impfaktion ein Glücksfall. Sie verantwortet bereits das Testzentrum in der Jahnhalle sowie die Teststation im Rathaus. Sie ist darüber hinaus seit zwei Wochen Präsidentin des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg. Beim Bestellen von Impfstoff über den Arzneimittelgroßhandel komme es darauf an, „im richtigen Moment den richtigen Gesprächspartner zu haben“, berichtet Zambo. So habe es vor einigen Tagen ein Überangebot an Astrazeneca gegeben; ein solches könne sich aber binnen kurzer Zeit wieder ins Gegenteil verkehren: „Mal zu viel, dann wieder zu wenig Impfstoff.“ Die zeitweiligen Überbestände resultierten unter anderem wegen der bevorstehenden Pfingstfeiertage und auch wegen der Akzeptanzprobleme bei diesem Impfstoff.

Für Initiator Christof Maisch ist das Zustandekommen der Impfaktion das Verdienst von mehreren Leuten. Der Bietigheimer Mediziner Dr. Thomas Kölmel sei hier ebenso zu nennen wie Carmen Merkel, die Leiterin der Abteilung Gesellschaft und Familie im Gaggenauer Rathaus. „Sie hat richtig Tempo gemacht“, freut sich Maisch.

Wissenswertes rund um den Impftermin

Wer darf sich impfen lassen: Die 500 Dosen stehen gemäß der Impfstoff-Empfehlung primär noch nicht geimpften Personen über 60 Jahre zur Verfügung, es werden jedoch auch Jüngere ab 18 Jahre geimpft.

Anmeldung ab Montag, 17. Mai: Um Wartezeiten und Schlangestehen zu vermeiden, erfolgt die Impfung ausschließlich nach telefonischer Vereinbarung von 9 bis 16 Uhr:

Vormittagstermine (10 bis 14 Uhr): (0 72 25) 9 62-5 14.

Nachmittagstermine (14 bis 18 Uhr): (0 72 25) 9 62-5 18.

Wer sich angemeldet hat, erhält per Post oder Mail die Anmeldebestätigung und entsprechende Informationen, die zu Hause ausgefüllt und unterschrieben mitgebracht werden sollen.

Zweittermin: Wer sich für den Termin am 22. Mai anmeldet, erhält gleichzeitig den zweiten Impftermin am 10. Juli. Damit ist die Impfung über zwei Wochen vor Beginn der Sommerferien abgeschlossen. Die Stadtverwaltung bittet deshalb darum, dass sich nur Personen anmelden, die den 22. Mai und 10. Juli fest einplanen können.

Ihr Autor

BT-Redakteur Thomas Senger

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Erstellt:
14. Mai 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
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