Gaggenau: Mehr Platz für Radfahrer

Gaggenau (tom) – Auf der Brücke der Waldstraße über die B462 soll ein Fahrradschutzstreifen angelegt werden. Der Bau- und Umweltausschuss billigte den Vorschlag der Stadtverwaltung ohne Diskussion.

Hinter der Einmündung der Unimogstraße (links) soll der Fahrradschutzstreifen beginnen. Seine Gesamtlänge beträgt knapp 250 Meter. Foto: Thomas Senger

© tom

Hinter der Einmündung der Unimogstraße (links) soll der Fahrradschutzstreifen beginnen. Seine Gesamtlänge beträgt knapp 250 Meter. Foto: Thomas Senger

Von der Unimogstraße bis zur Bismarckstraße werde Tempo 30 gelten, dort soll kein Schutzstreifen eingerichtet werden.

„Die Waldstraße ist eine wichtige Zufahrtsstraße zum Waldseebad. Hier sind auch viele Radfahrer unterwegs. Jedoch fühlen sich viele Radfahrer gerade im Bereich der Brücke über die B462 sehr unsicher, weil es hier keine separate Radführung gibt und die Autos sehr schnell unterwegs sind“, argumentiert die Stadtverwaltung in ihrer Sitzungsvorlage. Mit konkreten Zahlen wurde dies nicht untermauert.

Die Straße hat fast durchgehend eine Breite von sieben Metern, somit sei beidseitig ein Schutzstreifen von 1,25 Metern möglich. Es bliebe dann noch eine Gesamtfahrbahnbreite von 4,50 Metern. Im Bereich der Zufahrt zur Bäumbachallee soll die Abbiegespur wegfallen, „da hier sehr wenig Abbiegeverkehr vorliegt und so der Schutzstreifen durchgehend möglich ist.“ Auch für diese Behauptung gibt es keinen Zahlenbeleg.

Bauliche Maßnahmen auf einer Länge von rund 30 Metern erforderlich

Nach der Bäumbachallee ist die Waldstraße im Bereich des Traischbachstadions zu eng für einen Schutzstreifen. Hier sind auf einer Länge von rund 30 Metern bauliche Maßnahmen erforderlich, um die notwendige Fahrbahnbreite herzustellen.

Die Abbiegespur in die Bäumbachallee gilt als überflüssig und soll entfernt werden. Foto: Thomas Senger

© tom

Die Abbiegespur in die Bäumbachallee gilt als überflüssig und soll entfernt werden. Foto: Thomas Senger

Auf BT-Nachfrage nimmt die Stadtverwaltung Stellung zu wichtigen Fragen:

Es heißt in der Sitzungsvorlage: „Viele Radfahrer“ sind dort unterwegs. Gibt es da eine verlässliche Größenordnung, basierend auf Zahlen?

Antwort der Stadtverwaltung: „Die Verkehrszählung 2017 ergab circa 100 Radfahrer täglich pro Richtung. Da war allerdings das Waldseebad nicht in Betrieb. Wenn das neue Waldseebad eröffnet, wird sich der Radfahreranteil erheblich erhöhen.“

In der Sitzungsvorlage heißt es: „Viele Radfahrer fühlen sich unsicher.“ Wie viele Rückmeldungen aus dem Kreis der Radfahrer über ein Gefühl der Unsicherheit gibt es aus diesem Jahr? Oder aus Vorjahren?

Antwort der Stadtverwaltung: „Nur vereinzelte. Es entspricht aber auch unserem eigenen Empfinden.“

Wie hoch sind die erwarteten Gesamtkosten für das Vorhaben?

Antwort der Verwaltung: „Die Kosten liegen grob geschätzt bei circa 30.000 Euro. Der Hauptteil ist die Straßenverbreiterung im unteren Teil.“

Ihr Autor

BT-Redakteur Thomas Senger

Zum Artikel

Erstellt:
17. November 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 58sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.